Diplomatie

China weist Deutschlands Darstellung zu Laser-Einsatz zurück

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Chinas Außenamt dementierte die Vorwürfe Deutschlands von einem Laser-Einsatz über dem Roten Meer.

Die Bundesregierung bestellt den Botschafter Chinas ein. Es geht um den Einsatz eines Lasers gegen ein deutsches Flugzeug. Doch China dementiert die Vorwürfe und nennt andere Gründe.

Kanzler Friedrich Merz zeigt sich empört über den Lasereinsatz eines chinesischen Kriegsschiffes gegen ein deutsches Aufklärungsflugzeug im Rahmen der EU-Militäroperation Aspides» über dem Roten Meer. Der mögliche Laserangriff auf ein Flugzeug der militärischen Überwachung ist völlig inakzeptabel», sagte der CDU-Vorsitzende bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Kanzleramt in Berlin.

Nachdem der chinesische Botschafter am Vortag ins Auswärtige Amt einbestellt worden war, habe Außenminister Johann Wadephul (CDU) noch keinen abschließenden Bericht auch über das Gespräch vorgelegt, sagte Merz. Er werde den Vorfall deswegen nicht abschließend bewerten. Der Kanzler fügte aber hinzu: So etwas zeigt, dass wir auch mit solchen Phänomenen umgehen müssen.» Die Bundesregierung werde die Vorgänge genau aufklären.

Auch EU bestellt chinesischen Botschafter ein

Das Kriegsschiff hatte bei dem Vorfall am 2. Juli deutschen Angaben zufolge ohne Grund und vorherige Kontaktaufnahme einen Laser auf ein deutsches Aufklärungsflugzeug gerichtet. Das Flugzeug war für die EU-Operation Aspides» unterwegs, mit der Handelsschiffe vor Angriffen durch die jemenitische Huthi-Miliz geschützt werden sollen.

China widersprach der deutschen Darstellung. Sie stimme nicht mit den Fakten überein, die der chinesischen Seite bekannt seien, hieß es aus dem Außenamt in Peking. Auch die EU hat inzwischen den chinesischen Botschafter in Brüssel einbestellt.