Blaulicht

Auszeichnung für Erstrettende: Polizei ehrt Trio aus Nordschleswig

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Keld Lorensen, Rikke Skovmand und Kevin Rehnquist Hansen wurden für ihr resolutes Zupacken belohnt.

Im Januar retteten Rikke Skovmand, Kevin Rehnquist Hansen und Keld Lorensen bei einem Verkehrsunfall in der Kommune Apenrade einem älteren Menschen das Leben. Für ihren resoluten Einsatz wurden sie nun von der Polizei in Südjütland und Nordschleswig mit einer Belohnung und einem Diplom geehrt.

Im Januar dieses Jahres haben drei Personen aus Nordschleswig bei einem Verkehrsunfall bei Rothenkrug (Rødekro) das Leben eines Mannes gerettet. Rikke Skovmand, Kevin Rehnquist Hansen und Keld Lorensen erhielten am Mittwoch in der Polizeizentrale für Südjütland und Nordschleswig in Esbjerg eine Belohnung von jeweils 1.000 Kronen sowie eine Urkunde und Blumen für ihren heldenhaften Einsatz.

Die Polizei hatte die zwei „Helden“ und die „Heldin des Alltags“ für ihre schnelle Reaktion bei einem Verkehrsunfall nominiert, bei dem sie als Erste am Unfallort eintrafen und sofort Hilfe leisteten. Polizeiinspektor Gert Bisgaard überreichte den dreien die Auszeichnungen und betonte, wie wertvoll ihre Hilfe in einem Moment war, in dem eine Person dringend Unterstützung benötigte.

Rikke ergriff die Initiative

Rikke Skovmand, die als Autolackiererin arbeitet und darüber hinaus der Freiwilligen Feuerwehr angehört, handelte sofort, als sie und ihre Mutter eine Person auf der Straße liegen sahen. Sie ergriff die Initiative und begann mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung – eine Technik, die sie zuvor zwar gelernt, aber noch nie angewendet hatte.

Kevin Rehnquist Hansen und Keld Lorensen sind beide als sogenannte „Hjerteløbere“ (Herzläufer) aktiv, was bedeutet, dass sie sofort zur Stelle sind, wenn jemand in der Nähe dringend Hilfe benötigt. Beide hatten bereits mehrmals in der Vergangenheit geholfen und waren auch an diesem Tag dabei. Die drei wechselten sich bei der anstrengenden Herzmassage ab, bis das professionelle Rettungsteam eintraf. Dank ihres Engagements konnte der ältere Unfallbeteiligte vor Ort wiederbelebt werden.

Herzläufer sind immer „im Dienst“

Keld Lorensen ist Schreiner. Auch er ist aktives Mitglied der örtlichen Feuerwehr. Ihm verschaffe es eine große Befriedigung, in solchen Momenten helfen zu können. Kevin Rehnquist Hansen, der seine „Herzretter-App“ stets aktiviert hat, war schnell vor Ort und hatte gleich einen Defibrillator dabei. Nur 100 Meter von seiner Wohnung entfernt, befindet sich ein solches Gerät. Er hat übrigens seine App auch bei Reisen und Ausflügen in Dänemark immer eingeschaltet, um im Notfall helfen zu können, erzählte er.

Nach der feierlichen Auszeichnung in der Polizeistation in Esbjerg berichteten die drei von ihren Eindrücken des Unfallgeschehens und ihrer Hilfeleistung. Interessanterweise zogen sich viele andere Menschen im Hintergrund zurück, nachdem die ersten Helfenden vor Ort waren.

Besondere Hausführung

Im Anschluss an die Übergabe von Urkunden und Blumen zeigte Polizeiinspektor Bisgaard den Ausgezeichneten die Polizeistation, einschließlich der Leitstelle, in der das Notrufzentrum die Einsätze koordiniert. In einer Führung erläuterte er auch die verschiedenen Polizeifahrzeuge und beantwortete Fragen.

Die Polizei in Südjütland und Nordschleswig verleiht regelmäßig Auszeichnungen an Personen, die sich in außergewöhnlichen Situationen besonders engagieren und anderen in Notlagen helfen.