Ausbau

Im Naturcenter Tønnisgård auf Röm geht das Planen los

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Das Naturcenter Tønnisgård möchte den vielen Gästen das korrekte Verhalten in der Natur vermitteln.

Einen Entwurf zur Restaurierung des alten Kapitänshauses erwartet die Leiterin frühestens in 18 Monaten. Bei der Wissensvermittlung wird auf drei Schwerpunkte gesetzt.

„Es ist einfach fantastisch. Wir sind wahnsinnig stolz, dass die Stiftung unser Projekt so toll findet, dass sie uns den Rest des erforderlichen Betrags schenkt“, sagt Bente Krog Bjerrum.

Die Tatsache, dass die Finanzierung für die Weiterentwicklung des Naturcenters Tønnisgård auf Röm auf einen Schlag in trockenen Tüchern ist, löst bei der Leiterin der Einrichtung nicht unerwartet Freude aus.

Die Stiftung A.P. Møller og Hustru Chastine Mc-Kinney Møllers Fond til almene formaal” trägt mit 44 Millionen Kronen den Löwenanteil der Investition von 59 Millionen Kronen. Das Naturcenter Tønnisgård und die Kommune Tondern (Tønder) investieren gemeinsam 15 Millionen Kronen. Das Naturcenter will aufrüsten, um sich 2028 als internationales Vermittlungszentrum zu positionieren.

Ausschreibung auf EU-Ebene

„Jetzt geht für uns die Planungsarbeit los und es muss ein Bauleitplan ausgearbeitet werden. Zudem gilt es, den Wettbewerb für die Architekturbüros vorzubereiten. Das Projekt ist nicht eben etwas, das wir für die Saison 2025 oder 2026 fertig bekommen“, sagt Bente Bjerrum.

Das Ursprüngliche im Blick

Die Leiterin des Naturcenters Tønnisgård, Bente Bjerrum (l.), und die damalige Vorsitzende der Einrichtung, Susanne Linnet, bei der Präsentation des Vorprojekts im Herbst vor drei Jahren (Archivfoto).

Sie erzählt, dass das Kapitänshaus mit Respekt vor seiner Ursprünglichkeit behutsam restauriert werden soll.

„Wir richten dabei unter anderem den Blick auf die Isolierung, die Wärmequelle und prüfen auch, inwieweit die Fenster und Türen richtig sind“, sagt sie.

Der älteste Teil des reetgedeckten „Kommandørgård“ reicht weit zurück und stammt aus der Blütezeit des Walfangs. Im 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts hatten viele Kapitäne der Insel Röm auf den Walfangbooten das Sagen.

Unter ihrem Kommando liefen die Schiffe zu Handelsreisen und langen Walfangexpeditionen im Nordatlantik aus. Zu dem Reichtum, den die Kommandanten ihren vielen Familien auf der Insel bescherten, gehörte der Bau der Kapitänshäuser.

Drei Schwerpunkte angestrebt

Die Erzählidee im Hause soll sich auf die drei Schwerpunkte Weltnaturerbe, Kulturgeschichte und den geologischen Aspekt konzentrieren.

„Das alte Kapitänshaus soll weiterhin im Mittelpunkt stehen. Damit wir dort ausreichend Platz auch für die Ausstellung zum Thema Weltnaturerbe haben, ist ein Anbau in der Größenordnung von etwa 240 Quadratmeter angestrebt“, erläutert Bente Bjerrum.

Nachhaltiges Bauen im Fokus

Ein Bestandteil des Wettbewerbs, der europaweit unter Architekturbüros ausgeschrieben werden soll, ist ein nachhaltiger Baustil.

„Die Stiftung ist, was die Nachhaltigkeit angeht, mit uns auf einer Wellenlänge. Ich erwarte, dass es eineinhalb Jahre dauert, bis es so weit ist, dass die Vorschläge bei uns zur Beurteilung vorliegen“, sagt die Leiterin.

Da das Projekt jetzt vom Ideenstadium in die konkrete Phase geht, soll ein Lenkungsausschuss gebildet werden.