Millionenprojekt

Röm: Das Naturcenter Tønnisgård nimmt Kurs auf eine neue Ära

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Das Naturcenter ist seit 1992 im alten Kapitänshof Tønnisgård angesiedelt.

44 Millionen Kronen aus der Stiftung des Schiffsreeders A.P. Møller sollen das Vermittlungszentrum auf ein neues Level heben. Die einzigartige Natur der Wattenmeerinsel soll den Gästen auf eine bessere Art vermittelt werden.

Eine Finanzspritze in Höhe von 44 Millionen Kronen verleiht den ehrgeizigen Plänen zur Weiterentwicklung des Naturcenters Tønnisgård auf der Insel Röm neuen Antrieb. Ab 2028 will die Einrichtung als Wissensvermittlungszentrum in der internationalen Liga spielen.

Dabei ist die Schenkung der Stiftung „A.P. Møller og Hustru Chastine Mc-Kinney Møllers Fond til almene formaal” von entscheidender Bedeutung.

„Wir sind unglaublich froh über die Schenkung. Nun geht es für uns darum, die Ärmel hochzukrempeln“, sagt die Leiterin vom Naturcenter Tønnisgård, Bente Krog Bjerrum.

Bei dem Projekt wird der Fokus auf die besondere Verbindung zwischen den Menschen und der einzigartigen Landschaft gerichtet, die das Leben auf Röm und den umliegenden Inseln über Jahrhunderte geprägt hat.

Bessere Einblicke

Tønnisgård will den Inselgästen einen besseren Einblick in die einzigartige Natur und Kulturgeschichte des Wattenmeeres ermöglichen, das als Unesco-Weltnaturerbe ausgewiesen ist.

Sie sollen zum Beispiel durch Aktivitäten erfahren, warum es das weltweit größte Gezeitengebiet auf Röm gibt und wie es durch Wind und Wasser entsteht.

Es wird restauriert und neu gebaut

Das alte Kapitänshaus (Kommandørgård), in dem das Naturcenter seit 1992 angesiedelt ist, wird restauriert. An der Rückseite des Hofs entsteht ein Neubau. Geplant ist ein Wattenmeer-Labor, wo die Gäste sich aktiv in die Besonderheiten der Natur vertiefen können.

Zudem gibt es die Möglichkeit, das Watt bei Wanderungen in Regie von kundigen Naturberaterinnen und Naturberatern zu erforschen.

Sprungbrett ins Wattenmeer

Die Besonderheiten der Natur sollen den Gästen nähergebracht werden.

Bente Krog Bjerrum geht es nicht nur um eine Anlaufstelle für Erlebnisse, sondern auch um eine wichtige Plattform für eine nachhaltige Vermittlung.

„Als Sprungbrett zum Wattenmeer soll das Center unseren vielen Gästen ermöglichen, das Watt zu erleben und zu verstehen. Das Ziel ist ein gutes Erlebnis für die Gäste und die Natur.“

Die Natur im Wattenmeer stehe unter Druck, da eine zunehmende Anzahl von Menschen dort unterwegs ist.

„Mit der Vermittlung, geführten Touren und Unterrichtsaktivitäten soll das Center zu größerer Rücksicht und Respekt vor der Natur inspirieren. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam auf die Natur aufpassen“, sagt Bente Bjerrum.

Dies erfolge in enger Zusammenarbeit mit den übrigen Vermittlungs-Einrichtungen im Nationalpark Wattenmeer.

„Eine historische Möglichkeit“

„Ich sehe diese Schenkung als eine historische Möglichkeit für unsere Kommune. Das Vermittlungszentrum auf Röm wird ein Knotenpunkt für Wissen, Erlebnisse und nachhaltige Entwicklung, der unsere örtliche Gemeinschaft und unser internationales Profil stärkt“, sagt Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei).

Freude löst die Schenkung auch beim Vorsitzenden vom Naturcenter Tønnisgård, Allan Skjøth (Borgerlisten), aus.

„Damit kann sich die Stätte zu einem Leuchtturmprojekt für das Wattenmeer und die ganze Westküste entwickeln. Das ist ein enormer Aufschwung für Röm und unsere Region“, so Skjøth.

Finanzierung geklärt

Das Vorprojekt für den alten Kapitänshof und dessen Umfeld wurde bereits im Herbst 2021 präsentiert. Während die Stiftung mit 44 Millionen Kronen den Löwenanteil für das 59 Millionen Kronen teure Vorhaben trägt, bringen sich die Kommune Tondern (Tønder) und das Naturcenter gemeinsam mit 15 Millionen Kronen ein.