Ehrenamt

Weniger Papierkram für Vereine – Jugendverband freut sich auf weniger „bøvl“

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Thore Naujeck setzt darauf, dass die Vereine mehr Zeit für das Wesentliche bekommen.

Das Ehrenamt ist ein Rückgrat der Minderheit. Mit einer neuen Initiative möchte der Kulturminister Jakob Engel-Schmidt den Verbänden das Leben erleichtern. Die Minderheit hofft auf mehr Freiwillige.

Weniger Bürokratie für die ehrenamtlichen Vereine – und dadurch mehr Spaß für die Vorstände. Kulturminister Jakob Engel-Schmidt (Moderate) möchte mit 30 neuen Initiativen mehr Zeit für die eigentliche Vereinsarbeit schaffen. Beim Deutschen Jugendverband für Nordschleswig kommen die Vorschläge gut an.

„Ich finde es ausgesprochen positiv, dass die Politik endlich verstanden hat, wie wichtig das ist. Dänemark ist schließlich ein Vereinsland“, sagt Jugendverbandchef Thore Naujeck.

Der Kulturminister setzt auf Vertrauen

Laut Engel-Schmidt ist die ehrenamtliche Arbeit in vielfacher Hinsicht zu umständlich geworden. Er möchte Regeln durch Vertrauen ersetzen.

„Viel zu viele Jahre lang haben Papierkram und Schreibtischbürokratie den engagierten Freiwilligen das Leben schwer gemacht. Sie bilden das Fundament der vielen Vereine im Land“, wird der Kulturminister in einer Pressemitteilung zitiert.

Naujeck lobt konkrete Vorschläge

Künftig sollen die Vereine unter anderem mit weniger bürokratischem Aufwand ein Bankkonto einrichten und mit weniger Umständen eine Veranstaltung organisieren können. Auch sollen Ehrenamtliche Kosten bis zu 10.000 Kronen ohne Belege ersetzt bekommen können. Bislang lag die Grenze bei 6.800 Kronen.

„Mir fällt positiv auf, dass die Vorschläge relativ konkret sind. Das ist nicht nur politisches Gerede, sondern die Dinge sollen tatsächlich umgesetzt werden“, sagt Naujeck.

Veranstaltungen sollen mit weniger Umstand organisiert werden

Als Leiter des Jugendverbands erhält er einen Lohn. Die Vereine, die dem Verband angeschlossen sind, leben jedoch vom Ehrenamt.

„Die Vereine sind ja zentral für die Minderheit. Ich hoffe, dass sie mit diesen Initiativen mehr Freiheit bekommen, um Dinge zu machen“, so der Verbandschef.

Unter anderem denkt er dabei an unterschiedliche Formen von Veranstaltungen. Veranstaltungen, von denen Vereine derzeit absehen, weil zu viel „bøvl“ (Umstand) damit verbunden ist.

„Die Initiativen können zu mehr Flexibilität und mehr Freiheit führen. Ich hoffe, dass das wiederum bedeuten kann, dass mehr Menschen Lust auf freiwillige Arbeit bekommen.“