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Rothenkruger Schule wächst: Kunstraum wird wieder zum Klassenraum

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Vor wenigen Wochen wurde Carina Heymann als Schulleiterin in Rothenkrug verabschiedet (Foto), anlässlich der Generalversammlung des Trägervereins kehrte sie quasi als Gast an die Schule zurück.

Carina Heymann kehrte an ihre vorherige Arbeitsstelle zurück, um auf der Generalversammlung ihren Schulleiterinnenbericht persönlich zu halten: Der von ihr gefürchtete Super-GAU trat dank Lars, Maileen und Lena nicht ein. Heymanns Nachfolgerin Britta Kerk stellte sich der Elternschaft vor.

„Ich freue mich total, heute bei euch zu Besuch zu sein.“ Mit diesen Worten begann Carina Heymann ihren letzten offiziellen Bericht als Schulleiterin der Deutschen Schule Rothenkrug – und traf damit direkt den Ton der Versammlung: persönlich, warm, rückblickend. Heymann ist seit dem 1. April neue Schulleiterin der Deutschen Schule Tingleff (Tinglev), ließ es sich aber nicht nehmen, kürzlich bei der Generalversammlung in Rothenkrug noch einmal das Wort zu ergreifen.

Mit einem liebevoll formulierten Rückblick zeichnete sie ein lebendiges Bild des Schulalltags: Ausflüge, Feste, gemeinsames Lernen und ein erfolgreiches Spielplatzprojekt prägten das vergangene Jahr. Dank der Unterstützung des Fördervereins und eines erfolgreichen Stiftungsantrags konnten neue Spielgeräte sowie ein zweisprachiges Spieldorf mit Pony und Planwagen angeschafft werden. „Die Hälfte unseres Spielplatztraums ist damit bereits erfüllt“, so Heymann.

Trendwende ist in Sicht

Auch das Thema Schulentwicklung kam zur Sprache: Die Schule zählt derzeit rund 60 Schülerinnen und Schüler. Zum Sommer verlassen drei Kinder die Einrichtung, sieben neue werden eingeschult. Der Kunstraum muss erneut als Klassenraum genutzt werden – ein Zeichen für Wachstum, aber auch für begrenzten Raum. Langfristig zeichne sich jedoch eine Entspannung ab, da geburtenschwächere Jahrgänge folgen.

Besonders bewegend: Heymanns Rückblick auf das vergangene Schuljahr, in dem drei Lehrkräfte die Schule verließen. „Ich sprach damals vom Super-GAU“, erinnerte sie sich. Doch es kam anders: „Lars, Maileen und Lena – ihr seid ein Gewinn! Dank euch und des großartigen Teams blieb der Super-GAU aus.“

Zum Abschied richtete sie herzliche Dankesworte an das Kollegium, die Eltern, den Vorstand und die Kinder selbst: „Ihr macht unseren Arbeitsplatz zu etwas Besonderem.“

Neue Schulleiterin stellt sich vor

Die neue Schulleiterin Britta Kerk an ihrem Schreibtisch in der Deutschen Schule Rothenkrug

Mit Britta Kerk wurde auch gleich die neue Schulleiterin der Schule offiziell vorgestellt. Sie möchte die vertrauensvolle Zusammenarbeit fortführen und setzt auf Offenheit und Gemeinschaftsgeist. Ihr zentrales Anliegen ist das respektvolle und unterstützende Miteinander – sowohl unter den Kindern als auch im Kollegium. „Ich möchte eine gute Schule leiten, an der sich alle wohlfühlen“, sagte sie erst kürzlich dem „Nordschleswiger“, als dieser die neue Schulleiterin porträtierte.

Defizit in der Jahresabrechnung

Ein weniger erfreuliches Thema war die Jahresabrechnung 2024. Diese wurde von Carina Heymann vorgelegt – mit dem Hinweis, dass ein Defizit entstanden sei. Gründe dafür waren zum einen Fehler in der Buchhaltung, zum anderen Kürzungen bei den Betriebsmitteln. Der Fehler war menschlicher Natur und konnte inzwischen korrigiert werden.

Ein aktives Schuljahr

Laila V. Jepsen (stehend) hielt ihren letzten Jahresbericht als Schulvereinsvorsitzende in Rothenkrug.

Auch jenseits von Abschieden und Finanzen blickte die Schule auf ein lebendiges Jahr zurück. Sommerfest, NiM-Woche (die Abkürzung NiM steht für Naturwissenschaft im Mittelpunkt), Weihnachtsfeier – das Schuljahr war geprägt von gemeinsamen Aktivitäten, die das Zusammenleben in der kleinen Schule stärken.

Die Vorsitzende des Vorstands, Laila V. Jepsen, hielt wie die Schulleiterin Heymann ihren letzten Bericht. Sie schied auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Sie lobte die gute Zusammenarbeit mit der Schulleitung und die zunehmende Sichtbarkeit der Vorstandsarbeit im Schulalltag. Auch die Schulfreizeitordnung (SFO) wurde in den Blick genommen: Eine neue Essensordnung wurde eingeführt, und in den Winterferien gab es frische Farbe für die Räume.

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