Kultur

Musik verbindet: Apenrades neues Musikhaus stärkt die Kulturszene

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Musikvænget – so der Titel des neuen Musikhauses. Kultur- und Freizeitausschussvorsitzende Signe Bekker Dhiman hat das gut gehütete Namensgeheimnis bei der Eröffnung gelüftet.

Das neue Musikhaus ist feierlich eröffnet worden. Für viele Musikerinnen und Musiker und auch die Chöre bietet das Gebäude einzigartige Möglichkeiten. Die Leiterin der Musikvereinigung Nordschleswig ist gespannt auf die kommenden Proben.

„Es ist schwer, gute Probenräume zu finden“, sagt Susanne Heigold. Die Musikkonsulentin des Bundes Deutscher Nordschleswiger und Leiterin der Musikvereinigung Nordschleswig war bei der feierlichen Einweihung des Apenrader Musikhauses dabei.

Frühere Fjordskole im neuen Licht

Das Gebäude ist Teil der früher am Skolevænget gelegenen Fjordskole. Ein Teil des ursprünglichen Baus ist abgerissen worden, während das Hauptgebäude mit den früheren Klassenzimmern und dem großen Saal aufwendig renoviert wurde.

Ziel war es, Musikerinnen und Musikern neue Übungsräume anbieten zu können und so das Kulturleben in der Kommune zu stärken.

Susanne Heigold (l.) mit Chorsängerin Dorte Schmidt in einem der Probenräume im Musikvænget

Und das bekräftigt Heigold: „Ich denke, das Musikleben erfährt hier eine große Aufwertung, und wir bekommen ein neues Übungsangebot. Dieses Angebot wird auch den Zusammenhalt zwischen den Musikschaffenden stärken. Es wertet die Kultur auf.“

Neue Möglichkeiten bieten sich

Gäste bei der Einweihung des Musikvænget

Susanne Heigold ist froh, neue Räume zum Üben zu haben, wie sie sagte. „Derzeit sind wir unter anderem in der Aula des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig. Die Akustik dort ist für einen Chor jedoch nicht gut.“ Besonders für Anfängerinnen und Anfänger sei es schwer, dort die Stimme zu trainieren.

Im neuen Musikhaus, das übrigens den Namen „Musikvænget“ bekommen hat, gibt es einen großen Raum, in dem die Musikvereinigung bald proben wird, denn „wir waren eine der Ersten, die sich dort angemeldet haben“, sagte Chorleiterin Heigold.

Umgebung mit dem gewissen Extra

Lisbet Dalsager, administrative Leiterin der Musikschule, und ihr Kollege René Heelsberg, technischer Serviceleiter der Schule, montieren das neue Namensschild vor dem Gebäude.

Neben dem großen Saal, der durch eine mehrteilige Schiebetür noch um mehrere Quadratmeter erweitert werden kann, gibt es eine offene Teeküche für alle Nutzenden des Musikvænget. Daneben befinden sich Räume für die Technik, die ebenfalls geliehen werden kann – und natürlich mehrere Probenräume.

„Das sind wirklich tolle Möglichkeiten, die man hier hat“, findet Susanne Heigold. Ob die Akustik hier allerdings besser sei als am DGN, müsse sich erst zeigen.

Einzelproben möglich

Die Blechbläser eröffneten das Musikvænget musikalisch und nutzten später die Möglichkeit, um dort zu üben.

Auch Jürgen Schultze ist begeistert von dem neuen Probenangebot. Er war als Vertreter der Apenrader Big Band im Musikvænget und hat sich dort umgesehen. Der frühere DGN-Lehrer ist vor allem begeistert, „dass wir jetzt sowohl mit der gesamten Band, als auch gleichzeitig in kleinen Gruppen proben können“.

Für die Verwaltung des neuen Musikhauses sind Mitarbeitende der Apenrader Musikschule zuständig.

Bald soll es dann einen sogenannten Nutzerrat geben, der die Rahmenbedingungen und Regeln festlegt, unter denen das Gebäude genutzt werden soll. Der Rat wird sich aus gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Nutzenden zusammensetzen, sagte Signe Bekker Dhiman (Sozialdemokratie), Stadtratsvertreterin und Vorsitzende des kommunalen Kultur- und Freizeitausschusses, der sich für die Entstehung des Musikvænget starkgemacht hatte.

„Byråd Allstars“ – Vertreterinnen und Vertreter aus dem Stadtrat – eröffneten das Musikhaus mit einer musikalischen Einlage.