Bildungswesen

Klares Votum: Die 7. Klasse in Buhrkall fällt weg

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Schulbegleiterin Tanja Ottesen bei der Verabschiedung der 7. Klasse im vergangenen Jahr. Ab 2026/27 werden laut Generalversammlungsbeschluss bereits die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe sechs verabschiedet (Archivfoto).

Die Deutsche Schule Buhrkall wird ab dem Schuljahr 2026/27 nur noch bis Klasse 6 unterrichten. Dafür sprach sich bei einer Abstimmung im Schulverein eine klare Mehrheit aus. Die ins Spiel gebrachte Variante, die Schule bis Klasse 9 aufzustocken, ist schon länger vom Tisch.

Es war die zentrale Frage auf der Generalversammlung der Deutschen Schule Buhrkall, die zur Abstimmung stand: Soll die 7. Klasse erhalten bleiben oder abgeschafft werden?

„Von den 24 Stimmberechtigten stimmten 18 für die Abschaffung, sechs sprachen sich dagegen aus. Es gab somit ein deutliches Ergebnis“, bilanziert Schulvereinsvorsitzende Nina Hjul Christensen. Die Wahl sei geheim durchgeführt worden.

„Die 7. Klasse wird allerdings nicht ab dem kommenden Schuljahr 2025/2026, sondern erst im Schuljahr 2026/2027 wegfallen. Alle – Lehrkräfte, Schülerschaft und Eltern – haben so die Möglichkeit, sich auf die Änderung einzustellen“, ergänzt die Schulvereinsvorsitzende.

Schülerinnen und Schüler aus Buhrkall wechseln in der Regel an die Deutsche Schule Tingleff oder an die Ludwig-Andresen-Schule (LAS) in Tondern (Tønder).

Im Trend

Nahezu alle anderen Zubringerschulen des deutschen Schulwesens in Nordschleswig haben sich bereits für den Wegfall der 7. Klassenstufe entschieden, unter anderem vor dem Hintergrund, dass die 7. Klasse inzwischen landesweit zur Oberstufe gezählt wird.

Siebtklässlerinnen und Siebtklässler von Zubringerschulen sollten aus fachlichen und sozialen Gründen gleich in das Oberstufenmilieu von Abnehmerschulen integriert werden, so ein Ansatz von Befürwortenden.

Diese Ansicht wurde von der Mehrheit der Stimmberechtigten in Buhrkall geteilt, so das Fazit von Nina Hjul Christensen. Vor der Abstimmung sei noch einmal über das Für und Wider diskutiert worden.

Bei der vorherigen Generalversammlung hatten Vorstand und Schulleitung auch die Option ins Spiel gebracht, die Schule trotz verhältnismäßig geringer Kinderzahlen bis zur Klasse 9 aufzustocken und damit eine eigene Oberstufe zu schaffen.

„Diese Variante ist aber schon länger vom Tisch“, so Christensen. Der Deutsche Schul- und Sprachverein für Nordschleswig (DSSV) als übergeordnetes Organ hatte sich dagegen ausgesprochen.