Deutsche Minderheit

Der neue Gemeinschaftsgrill bestand seine Bewährungsprobe mit Bravour

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Im Anschluss an die Generalversammlung informierte Stadtratsabgeordneter Erwin Andresen (Schleswigsche Partei) über die aktuellen und künftigen Herausforderungen in der Kommunalpolitik.

Bei der Generalversammlung des BDN-Ortsvereins Rothenkrug wurden alle Tagesordnungspunkte fein säuberlich abgearbeitet und dennoch dauerte die Veranstaltung gerade einmal eine halbe Stunde – nicht zuletzt dank Carl Uwe Lorenzen.

Carl Uwe Lorenzen ist nicht nur seit vielen Jahren ehrenamtlicher Kassenprüfer des BDN-Ortsvereins Rothenkrug, sondern seit einigen Jahren auch Versammlungsleiter der Generalversammlung. Nicht zuletzt dank seiner Routine waren die sieben Tagesordnungspunkte binnen 30 Minuten abgearbeitet. Die anwesenden Mitglieder konnten sich an einer wärmenden Suppe stärken, bevor der Stadtratsabgeordnete der Schleswigschen Partei, Erwin Andresen, Uk (Uge), über die aktuellen und künftigen Aufgaben des Apenrader Kommunalrates berichtete.

„Tatsächlich habe ich inzwischen eine gewisse Routine in der Versammlungsleitung. Ich mache das zwar erst seit vier Jahren für den BDN, aber für den Donnerstagsclub habe ich diese Aufgabe schon seit acht Jahren übernommen“, sagt Carl Uwe Lorenzen, der mit ruhiger Hand und klarer Linie die Versammlung durch die Tagesordnung steuerte – zügig, aber ohne Eile.

Mammens positive Jahresbilanz

Unter großem Applaus der Anwesenden wurde Hans Jacob Nissen (r.) nach 48 Jahren Vorstandsarbeit verabschiedet. Der Vorsitzende Gerhard Mammen (l.) überreichte einen Geschenkkorb.

Eine Generalversammlung bietet dem Vorstand eine ideale Gelegenheit, eine Bilanz über das vergangene Jahr zu ziehen, Erfolge sowie Herausforderungen zu reflektieren und zugleich einen Blick auf die zukünftigen Aufgaben und Ziele zu werfen. Sie dient als wichtiger Moment der Bestandsaufnahme und als strategische Weichenstellung für die kommenden Herausforderungen.

Die Bilanz fiel äußerst positiv aus. Der Vorsitzende Gerhard Mammen konnte vor allem auf einen ereignisreichen Spätsommer und Frühherbst zurückblicken. Er freute sich, dass die Anschaffung eines neuen Gemeinschaftsgrills für alle deutschen Einrichtungen und Vereine in Rothenkrug schon beim Sommerfest Anfang September ihre erste Bewährungsprobe bestanden hatte und künftig sicherlich auch dazu beitragen wird, hungrige Mäuler zu stopfen.

Betriebsbesichtigung und Haikuttertörn

Wie das Sommerfest fand auch der Besuch im Naturhostel der Familie Luff in Klautoft (Klovtoft) im September statt. Ganz kurzfristig konnte wenige Tage später in Zusammenarbeit mit dem Ortsverein Apenrade (Aabenraa) zudem eine Fahrt mit dem Haikutter „Ebba Aaen“ von Nis-Edwin List-Petersen organisiert werden. Weil dieses Angebot äußerst kurzfristig auf die Beine gestellt wurde, konnten einige Mitglieder nicht teilnehmen. „Wir werden das Angebot wiederholen“, versprach Mammen den Enttäuschten.

Für das Grünkohlessen, das der Ortsverein Rothenkrug schon seit vielen Jahren in Verbindung mit dem Deutschen Tag durchführt, kündigte der Vorsitzende für das Jahr 2025 eine Neuerung an. „Wir werden in diesem Jahr erstmals im ,Røde-Kro‘ feiern“, sagte Gerhard Mammen.

Die Mitglieder dürfen sich in der Adventszeit auch wieder auf einen Besuch eines Weihnachtsmarktes freuen. Die Fahrt wird erneut in Zusammenarbeit mit dem Ortsverein Apenrade veranstaltet.

„Immer watt“ und E-Mails

Die interne Kommunikation läuft in Rothenkrug schon seit vielen Jahren über Mails und seit noch viel mehr Jahren über das Mitteilungsblatt „Immer watt“. Gerhard Mammen dankte in diesem Zusammenhang vor allem dem ehemaligen Schulleiter Frederik Christensen, der weiterhin das Material zusammenträgt, layoutet und für den Druck vorbereitet.

Apropos Druck: Um die Kosten zu senken, hatte sich der Vorstand im vergangenen Jahr entschieden, nur 20 physische Exemplare der „Immer watt“ drucken zu lassen. Der Rest wurde als PDF-Datei über E-Mails vertrieben. „Da weitere Mitglieder bevorzugen, das Mitteilungsblatt in physischer Form in den Händen halten zu können, werden wir in diesem Jahr mehr Hefte drucken. Wer ein solches Exemplar wünscht, darf sich gerne zeitnah bei uns melden“, sagte die Kassiererin Kerstin Jürgensen.

Ein Gewinn für Rothenkrug

Kerstin und Dirk Jürgensen erhielten den Nordschleswig-Preis aus den Händen von Siegfried Matlok, dem ehemaligen Chefredakteur des „Nordschleswigers“ (Archiv).

Apropos Jürgensen: Gerhard Mammen erinnerte die Versammlung daran, dass Kerstin Jürgensen und ihr Ehemann Dirk bei der Festveranstaltung des Deutschen Tages mit dem Nordschleswig-Preis ausgezeichnet wurden – als Vorbilder für gelungene Integration.

„Wir hier in Rothenkrug sind Nutznießer ihres ehrenamtlichen Engagements“, unterstrich Mammen. Die Eheleute gehören aktuell dem Ortsvereinsvorstand an. Beide wurden übrigens als Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Neu in den Vorstand wurde indes Dirk Münster gewählt. Auch er und seine Familie sind aus Deutschland in die Nähe von Rothenkrug gezogen.

Dirk Münster wird es allerdings schwer haben, auch nur annähernd das „Dienstalter“ seines Amtsvorgängers zu erreichen: Hans Jacob Nissen hat sich 48 Jahre lang im Ortsverein eingebracht. 45 dieser Jahre führte er die Vereinskasse. Gerhard Mammen dankte dem aus gesundheitlichen Gründen ausscheidenden Vorstandsmitglied mit einem großen Geschenkkorb.