EU-Gipfel

Der Bundeskanzler trifft sich mit Vertretern der deutschen Minderheit

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Begegnung im Hotel: Harro Hallmann, Uwe Jessen, Friedrich Merz und Hinrich Jürgensen

Friedrich Merz führt am Rande des EU-Gipfels in Kopenhagen ein kurzes Gespräch mit der Spitze des Bundes Deutscher Nordschleswiger. Vor einem Monat nahm sich Außenminister Johann Wadephul bei seinem Antrittsbesuch Zeit für die Minderheit.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Donnerstagmorgen drei Vertreter der deutschen Minderheit zu einer Begegnung in Kopenhagen eingeladen. Und das, obwohl er in diesen Tagen ein ausgesprochen dichtes Programm hat.

„Das ist toll, und großen Dank auch an die Botschaft, dass das geklappt hat. Dass er Zeit absetzt, um sich über die deutsche Minderheit zu informieren, finde ich bemerkenswert“, sagt der Vorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), Hinrich Jürgensen, unmittelbar vor der Begegnung, die um 8.40 Uhr stattfindet.

Der volle Kalender des Kanzlers

Neben Jürgensen nehmen auch BDN-Generalsekretär Uwe Jessen und Sekretariatschef Harro Hallmann an dem Gespräch teil. Der Vorsitzende der Schleswigschen Partei, Rainer Naujeck, war ebenfalls eingeladen, befindet sich jedoch im Urlaub. Bereits am 28. August traf sich Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mit Vertreterinnen und Vertretern der Minderheit.

„Das ist eine große Wertschätzung für uns, dass die Kabinettsmitglieder sich die Zeit nehmen", so der BDN-Chef.

Ziel ist es, Merz die Minderheit kurz vorzustellen. Dieser hat in seinem Kalender Platz gefunden, obwohl dieser aktuell wenige Termine übrig lässt. Mittwochvormittag hatte er noch eine Klausur im Kabinett, bevor er zum EU-Gipfel nach Kopenhagen reiste. Sein Programm des Tages endete erst gegen 22.30 Uhr nach einem Hintergrundgespräch mit der Presse.

Vor und nach dem Gespräch mit der Minderheit am Donnerstagmorgen trifft Merz sich noch mit Staatschefs, bevor es um 10 Uhr mit einer Sicherheitskonferenz der Europäischen Politischen Gemeinschaft weitergeht. Hier nehmen außer den 27 EU-Staaten 20 weitere befreundete Länder teil.