Grenzüberschreitendes

Das Alternativprogramm beim Grenzradeln kam trotz Reifenpanne an

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Ankunft der deutsch-dänischen Fahrradgruppe am Renzer Museum

Statt der Fischzucht steuerte der deutsch-dänische Fahrradtreff bei seiner Juli-Sommertour das Renzer Museum an. Mit der Planänderung konnten sich über 60 Teilnehmende anfreunden. Ein kleines Malheur hatte auf der Rückfahrt ein Mitglied der Planungsgruppe.

Die zweite von drei deutsch-dänischen Fahrrad-Sommertouren im Großraum Tingleff auf dänischer und Medelby auf deutscher Seite führte kürzlich zum Grenzland-Museum in Renz (Rens).

Mit gewohntem Startpunkt vor einem Imbisswagen am Übergang in Fehle war bei der Juliveranstaltung ursprünglich ein Besuch der Renzer Fischzucht geplant. Aus terminlichen Gründen mussten die Betreibenden allerdings absagen und vermittelten einen Besuch im örtlichen Museum.

Die Planänderung und auch das am selben Abend stattfindende EM-Länderspiel der Frauen zwischen Dänemark und Deutschland standen der Teilnahme offensichtlich nicht im Wege.

„Beim Startpunkt am Imbisswagen in Fehle waren über 70 und beim Besuch des Museums immer noch über 60 Teilnehmende dabei“, berichtet Jette Erichsen aus Behrendorf (Bjerndrup), die der deutsch-dänischen Planungsgruppe seit vielen Jahren angehört.

Wissens- und Sehenswertes

Im Museum erzählte Gudrun Asmussen, wie das Museum entstanden ist, worauf der Schwerpunkt liegt, wie es geführt wird, und was es alles zu sehen und zu erleben gibt. Asmussen gehört der ehrenamtlichen Crew an, die sich um den Museumsbetrieb kümmert.

„Gudrun gab einen interessanten Einblick und erwähnte unter anderem, dass das Museum Fahrzeuge und Geräte aus dem Zweiten Weltkrieg vor einigen Jahren für den Dokumentarfilm ,9. April’ zur Verfügung stellte. Das ist ja schon außergewöhnlich“, so Erichsen.

Gudrun Asmussen (Mitte) erzählte im Namen der ehrenamtlichen Crew über das Museum.

Der besagte Film mit Requisiten aus Renz zeichnet den Einmarsch der deutschen Wehrmacht an jenem Apriltag 1940 nach.

Im Namen des grenzüberschreitenden Fahrradtreffs überreichte Orga-Team-Mitglied Karsten Petersen aus Medelby dem Museumsteam den obligatorischen Freundschaftswimpel mit deutscher, dänischer und europäischer Flagge sowie ein Käseüberraschungspaket von der Ökomeierei in Brauderup (Broderup).

Am Imbisswagen, der von Fehle nach Renz umzog, konnten die Teilnehmenden den Ausflug einmal mehr in geselliger Runde ausklingen lassen.

Karsten Petersen und Hinrich Jürgensen von der Planungsgruppe bedankten sich bei Gudrun Asmussen für den Besuch im Museum. Sie überreichten einen Deutschland-Dänemark-Europa-Wimpel und einen Präsentkorb mit Meiereiprodukten.

Hinrich im Pech

Es stand mit dem Rad dann nur noch die Rückfahrt nach Hause an. Reine Formsache! Für Hinrich Jürgensen von der Arbeits- und Planungsgruppe dieses Mal allerdings nicht. „Er hatte einen Platten und ließ sich mit Auto abholen“, berichtet Jette Erichsen.

Hatte Jürgensen, seines Zeichens Vorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), den Platten womöglich vorgetäuscht, um bequemer zu seinem Zuhause in Gaardeby (Gårdeby) zu kommen?

„Da sagst du überhaupt was. Aber nein, das kann ich, glaube ich, entkräften“, so Jette Erichsen mit einem Lachen.

„Teilnehmende reichten Hinrich eine Luftpumpe. Es war wirklich keine Luft in den Reifen zu bekommen. Dass er sich abholen ließ, war ganz okay. Bei den Fahrradausflügen sind Autofahrende ohnehin willkommen“, ergänzt die Behrendorferin.

Am zweiten Dienstag im August (12.) ist die dritte und letzte deutsch-dänische Sommertour mit Startpunkt in Fehle vorgesehen. Ausflugsziel ist eine Biomethananlage in Osterby auf deutscher Seite.