Olympia

Olympia-Ticket weiter in der Tasche

Olympia-Ticket weiter in der Tasche

Olympia-Ticket weiter in der Tasche

Ritzau/jki
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Ida Marie Baad und Marie Thusgaard sind zweifache Europameister und zweimalige WM-Medaillengewinner. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Qualifizierte Sportler müssen die Norm für die Olympischen Spiele 2021 nicht noch einmal erfüllen. Das Olympia-Ticket bleibt in der Tasche. Die Verlegung der Tokio-Spiele wird aber eine kostspielige Angelegenheit.

Die Ungewissheit prägt die gesamte Sportwelt in diesen Corona-Zeiten. Einige Olympia-Sportler haben jedoch am Freitag erleichtert aufatmen können. Das Olympia-Ticket haben sie weiterhin in der Tasche.

Die Olympischen Spiele von Tokio sind ins nächste Jahr verschoben worden, aber für zwölf dänische Sportler gilt, dass die erzielte Olympia-Qualifikation auch für 2021 Bestand hat und die Olympia-Norm nicht ein weiteres Mal erfüllt werden muss. Nur bei einem Karriereende, bei schweren Verletzungen oder drastischen Formtiefs könnte sich dies ändern, versichert Morten Mølholm Hansen, Geschäftsführer von Danmarks Idræts-Forbund (DIF) nach einer Videokonferenz des Nationalen Olympischen Komitees mit IOC-Präsident Thomas Bach am Freitag.

Sicherheit in einer unsicheren Zeit

„Die zwölf Athleten, die für die Olympischen Spiele qualifiziert sind, haben die Nachricht bekommen, dass sie als Ausgangspunkt die sichersten Teilnehmer an den Olympischen Spielen im nächsten Jahr sind“, sagt Morten Mølholm Hansen.

DIF-Vorsitzender Niels Nygaard Foto: Keld Navntoft/Ritzau Scanpix

„Die Entscheidung gibt uns ein wenig Seelenfrieden. Das macht die Situation ein wenig sicherer, in einer Zeit, wo nur sehr wenig sicher ist“, sagt Seglerin Ida Marie Baad, die gemeinsam mit Marie Thusgaard in der 49er-FX-Klasse das Olympia-Ticket gelöst hat: „Wir wissen nicht, wann es wieder Wettfahrten gibt, wann wir wieder mit unseren ausländischen Trainingspartnern trainieren können, weil wir nicht wissen, wie sich diese Corona-Krise entwickelt. Da ist es schön zu wissen, dass wir weiterhin für Olympia qualifiziert sind, aber das hatten wir auch erwartet.“

Laut Mølholm Hansen muss das Formtief schon drastisch sein, um den Sportlern das Olympia-Ticket wieder zu entziehen.

„Das ist ein Kriterium, mit dem wir immer arbeiten, wenn wir lange vor den Olympischen Spielen Athleten nominieren“, so der DIF-Geschäftsführer.

Zweistelliger Millionenbetrag

Noch ist unklar, wann genau die Olympischen Spiele in Tokio stattfinden werden. Innerhalb der nächsten drei Wochen wird sich das IOC auf den Termin festlegen.

„Wir warten gespannt auf den endgültigen Olympia-Termin, denn der ist allesentscheidend für uns und für die Vorbereitungen unserer Athleten. Wir hoffen darauf, dass das IOC und die japanischen Gastgeber sich für die Olympischen Spiele im Juli und August 2021 entscheiden werden, da dieser Termin mit wenigen Wettbewerben im Sportkalender kollidieren würde“, meint Mølholm Hansen.

Die Verschiebung auf 2021 wird für den dänischen Verband eine kostspielige Angelegenheit.

„Das wird uns einen großen, zweistelligen Millionenbetrag kosten, wenn die Vorbereitungen auf dem bisherigen hohen Niveau fortgeführt werden sollen“, sagt DIF-Vorsitzender Niels Nygaard.
„Uns fehlt nicht einfach ein Viertel eines vierjährigen Etats, denn der größte Teil der Ausgaben fällt im letzten Jahr des vierjährigen Etats.“

Qualifizierte Sportler:

Anna Emilie Møller (Leichtathletik, 3.000 m Hindernis)
Sara Slott Petersen (Leichtathletik, 400 m Hürden)
Jonathan Groth (Tischtennis, Einzel)
Fredrik Bjerrehuus (Ringen, griechisch-römisch, 67 Kilo)
Maja Jager (Bogenschießen, Recurve)
Jonas Warrer und Jakob Precht (Segeln, 49er)
Ida Marie Baad und Marie Thusgaard (Segeln, 49er FX)
Christian Peter Lübeck und Lin Ea Cenholt (Segeln, Nacra 17)
Jesper Hansen (Sportschießen, Skeet)

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