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TM Tønder zieht ins Pokal-Achtelfinale ein

TM Tønder zieht ins Pokal-Achtelfinale ein

TM Tønder zieht ins Pokal-Achtelfinale ein

Tondern/Tønder
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Foto: Karin Riggelsen

Die Handballer von TM Tønder haben den Sprung ins Achtelfinale des dänischen Landespokal-Wettbewerbes geschafft. Mors-Thy wurde nach einer 24:14-Führung mit 29:23 ausgeschaltet.

Die TMT-Fans kommen derzeit aus dem Jubeln gar nicht heraus. Eine Woche nach dem Klassenerhalt hat TM Tønder nicht nur Endrunden-Teilnehmer Mors-Thy Håndbold vorgeführt, sondern auch das Tauziehen um seinen Torschützenkönig gewonnen. Kristian Stoklund hat bei den Tonderanern um ein weiteres Jahr verlängert, teilte der Handballligist vor dem deutlichen 29:23-Sieg gegen Mors-Thy.

Ein gefragter Mann war Kristian Stoklund nach seinen 158 Toren in den 26 Liga-Spielen der laufenden Saison. Der Spielmacher des Aufsteigers war damit die Nummer zwei der Torjägerliste in der dänischen Liga und bekam Angebote aus dem In- und Ausland, darunter von Nordsjælland Håndbold und einem Verein aus der 2. Bundesliga, doch der 23-Jährige entschied sich nach dem Klassenerhalt für TM Tønder.

Deswegen war es auch nicht ohne Stolz, dass TMT-Direktor unmittelbar vor dem Pokalspiel gegen Mors-Thy die Vertragsverlängerung bekanntgeben konnte, zum Jubel des Publikums.

Verabschiedet wurden dagegen Jimmi Elmgaard, Nikolaj Enderleit, Trainer Claus Lyngsøe, Sportchef René Hamann-Boeriths und Mannschaftsbetreuer Kaj Mikkelsen.

Nach einem Abschied aus dem Pokal-Wettbewerb sah es zunächst auch für TM Tønder aus. Die Tonderaner schienen eine Woche nach dem nervenaufreibenden Kraftakt in den Relegationsspielen gegen Skive die richtige Anspannung erst wieder finden zu müssen.

Blitzschnell lagen die Gastgeber mit 3:8 hinten, doch es waren die Handballer von Mors-Thy, die nach einer langen Saison und dem Aus in der Endrunde platt waren.
Nur zwei Tage nach der unglücklichen 23:24-Niederlage gegen den DM-Halbfinalisten Ribe-Esbjerg HH legte Mors-Thy zwar einen guten Start hin und kam zu einigen leichten Toren, doch für mehr reichte es nicht.

TM Tønder stand immer besser in der Deckung und hatte in dem eingewechselten Dennis Klinge einen sicheren Rückhalt. Nach 20 Minuten war Mors-Thy wieder eingeholt, und die Hausherren konnten nach einer 12:10-Führung mit einem 13:12 in die Halbzeitpause gehen.

Nach dem Seitenwechsel spielte nur noch eine Mannschaft. Die Gäste schienen die Köpfe in der Kabine liegen gelassen zu haben. Der Sonderburger Jan Paulsen sah in seinem letzten Spiel als Mors-Thy-Trainer verzweifelt aus wie selten zuvor und konnte nicht verhindern, dass die Tonderaner völlig losgelöst für eine Vorentscheidung sorgten. TM Tønder gewann die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit mit 11:2.

Die Partie war beim Spielstand von 24:14 in der 45. Minute gelaufen. Die TMT-Handballer zogen zu früh die Handbremse an, doch mehr als Ergebniskosmetik konnten die Gäste nicht mehr betreiben.

„Das war schon ein merkwürdiges Spiel“, meint Kristian Stoklund: „In der ersten Viertelstunde haben wir richtig schlecht gespielt, aber wieder einmal hat Claus (Lyngsøe, Anm. d. Red.) einen wichtigen Schachzug gemacht und auf eine 5-1-Abwehr geändert. Wir sind zu Beginn der zweiten Halbzeit auf einer Welle geritten und haben Mors-Thy aus der Halle geschossen. Danach war es nur noch Alibi-Handball – beide Mannschaften hatten eingesehen, dass es nur noch eine Frage der Höhe des Sieges war.“

Mathias Jørgensen (8) und Kristian Stoklund (7/2) waren die erfolgreichsten Torschützen.

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Leitartikel

Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
„Absurdistan “