Handball

Sønderjyske HH lässt sich nicht mehr so leicht einschüchtern

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Julius Sten zeigte im Tor eine starke Leistung.

Torwart Julius Sten sieht eine Mannschaft, die gewachsen ist. Die Handballer von Sønderjyske HH haben zum ersten Mal seit langer Zeit in der regulären Saison drei Spiele hintereinander gewonnen. Neu ist auch die Fähigkeit, enge Spiele in der Schlussphase für sich zu entscheiden.

Enttäuschungen gab es in den vergangenen Jahren häufiger als Erfolge, und eine Saison zum Vergessen drohte sich wieder anzubahnen, als die Handballer von Sønderjyske HH zu Saisonbeginn immer wieder strauchelten und enge Spiele in der Schlussphase in den Sand setzten.

Die Hellblauen haben aber mit dem dritten Sieg in Folge nicht nur mehr Stabilität hineingebracht, sondern scheinen mittlerweile auch in der Lage zu sein, enge Spiele in der Schlussphase für sich zu entscheiden.

7:3 in den letzten 7 Minuten

Sønderjyske HH konnte vor 1.678 Zuschauerinnen und Zuschauern im Skansen den Tabellennachbarn Nordsjælland Håndbold mit 30:26 in die Knie zwingen, nachdem die Gastgeber in der 38. Minute mit 15:18 hinten lagen und es in der 53. Minute noch 23:23 hieß.

Sønderjyske HH sieht immer mehr wie ein ernstzunehmender Endrunden-Kandidat aus und hat vor Weihnachten die Chance, die Siegesserie in der Liga gegen Ribe-Esbjerg HH und TMS Ringsted aus der zweiten Tabellenhälfte auszubauen.

Dazwischen kommt auch das Pokal-Viertelfinale gegen den dänischen Vizemeister Fredericia HK und die Chance, erstmals ins Final Four einzuziehen.

Sechs Siege in Serie ist das Ziel

„Wir haben Ende November in einen Monat mit fünf Gegnern geblickt, die wir schlagen müssen, wenn wir eine Endrunden-Mannschaft wollen, plus ein Pokal-Viertelfinale gegen eine starke Fredericia-Mannschaft. Wir werden alles tun, um sechs Siege in Serie zu holen. Wir sind bei der Hälfte angelangt, und ich finde, dass wir besser sind als Ribe-Esbjerg und Ringsted. Das müssen wir dann auch zeigen, aber im Moment ist das Selbstvertrauen groß, und dann gewinnen wir auch die engen Spiele“, sagt Julius Sten zum „Nordschleswiger“.

Der Torwart war mit starken Paraden der herausragende Spieler beim Sieg gegen Nordsjælland.

„Die Energie ist von den Rängen gekommen und wir haben ein gutes Abwehrspiel hingelegt. Das hat meine Bedingungen im Tor verbessert. Ich habe das gehalten, was ich halten musste, plus eine Handvoll mehr“, meint Julius Sten, der sich über die Schlussphasen freut, die nicht mehr verloren, sondern plötzlich gewonnen werden.

Kompakter in der Abwehrmitte

„Das hat sicherlich etwas mit Selbstvertrauen zu tun, aber ich finde auch, dass wir als Mannschaft gewachsen sind. Wir lassen uns nicht mehr so leicht einschüchtern, wenn etwas gegen uns läuft, wie beispielsweise unser schlechter Start in die zweite Halbzeit. Wir sind auch im Abwehrzentrum kompakter geworden, und die Abschlüsse von Außen hatte ich zuletzt gut im Griff“, so der Torhüter.

Nicolaj Jørgensen (8/5), Gabriel Setterblom (5), Morten Bjørnshauge (4), Ebbe Stankiewicz (3), August Wiger (2), Jacob Bagersted (2), Sebastian Augustinussen (2), Magnus Fredriksen (2) und Patrick Volz (2) erzielten die Tore für Sønderjyske HH.