Handball

Meilenstein weckt bei Sønderjyske HH große Gefühle

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Mit einem furiosen 29:23-Sieg gegen Vizemeister Fredericia HK sicherten sich die Handballer von Sønderjyske HH erstmals die Teilnahme am Final Four im dänischen Pokal (Archivbild).

Die Handballer von Sønderjyske HH haben mit dem Einzug ins Pokal-Final-Four Vereinsgeschichte geschrieben. Stolz zeigte sich Sportmanager Thomas Mogensen nach der emotionalen Achterbahnfahrt der vergangenen fünf Monate.

Der Jubel kannte keine Grenzen, als die Handballer von Sønderjyske HH sich im Pokal-Viertelfinale gegen den dänischen Vizemeister Fredericia HK in einen Rausch spielten und mit einem 29:23-Heimsieg erstmals das Ticket fürs Final Four lösten, nur ein halbes Jahr nach der Trennung von Sønderjysk Elitesport.

„Wir stehen jetzt auf eigenen Beinen und haben eine fünfmonatige Reise hinter uns, die hart, verwirrend, frustrierend und gut gewesen ist. Alle Gefühle haben wir durch, und jetzt stehen wir hier und haben Geschichte geschrieben. Wir haben viele Partner, die hinter uns stehen und weitere, die auch Teil davon werden wollen. Da kommt an einem solchen Tag schon ein wenig Stolz in mir hoch“, sagt ein strahlender Thomas Mogensen zum „Nordschleswiger“.

Der Sportmanager von Sønderjyske HH kann sich darüber freuen, dass die Hellblauen zum ersten Mal seit dem Liga-Aufstieg im März 2011 um einen Titel spielen, wenn am 15. und 16. Februar 2025 im Herninger „Boxen“ das Pokal-Final-Four stattfindet.

Die Stimmung im „Skansen“ war so gut wie seit Jahren nicht mehr.

„Das war ein magischer Abend in 'Skansen'. Wir hatten auf große Unterstützung gehofft, aber was für eine Kulisse. Riesenrespekt an die Kulisse, Riesenrespekt an die Mannschaft, die zur Halbzeitpause mit einem Tor hinten und plötzlich mit acht Toren vorne lag“, so Mogensen: „Wir sind gut, wenn wir gut sind, und wir waren überzeugt, dass es reichen würde, wenn wir unsere Leistung bringen. Alle haben sich eingebracht, und es macht einfach Spaß zu sehen, wie weit man kommen kann, wenn alle füreinander kämpfen.“

Die Hellblauen wollen sich mit dem Erreichen des Final Four nicht zufriedengeben.

Morten Bjørnshauge rechnet sich auch beim Final Four Chancen aus.

„Wir haben immer wieder bewiesen, dass wir alle Mannschaften in der Liga schlagen können, egal ob sie in der Tabelle oben oder unten stehen. Über ein oder zwei Spiele gesehen, ist absolut eine Siegchance für uns da“, so Morten Bjørnshauge zum „Nordschleswiger“: „Der Einzug ins Final Four bedeutet verdammt viel für uns, aber eigentlich genauso viel, wenn wir an unsere Siegesserie und an die Stimmung im Klub denken. Wir haben ein Riesenmomentum.“

Für Sønderjyske HH war es der fünfte Sieg in Folge. Eine solche Siegesserie hat es lange nicht mehr gegeben.

„Die Siege sorgen für Selbstvertrauen. Der Glaube an uns ist gewachsen. Wir wissen, dass wir am Ende noch viel Energie und Power reinwerfen können, wenn wir die Spiele lange offenhalten. Ich bin stolz auf uns als Mannschaft“, sagt Jacob Bagersted zum „Nordschleswiger“: „Ich bin aber auch stolz darauf, was hinter den Kulissen an Arbeit geleistet worden ist, in der kurzen Zeit nach der Trennung von Sønderjysk Elitesport. Wir haben einen Meilenstein erreich. Das ist ein Quantensprung, der für den Klub extrem viel bedeutet.“

Jacob Bagersted staunt über den Abschluss von Magnus Fredriksen.