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Das Programm für den Königinbesuch ist erst im Werden

Das Programm für den Königinbesuch ist erst im Werden

Das Programm für den Königinbesuch ist erst im Werden

Tondern/Tønder
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Königin Margrethe beim Verlassen des Doms in Hadersleben, wo ihr fast der Hut vom Kopf wehte (Archivfoto) Foto: Ute Levisen

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Kommunaldirektor Lars Møldrup bringt Erfahrungen vom Besuch der Regentin auf Fanø mit. Ihre Untertanen wollen mit der Monarchin ihr 50. Thronjubiläum feiern.

Als Königin Margrethe im vergangenen Jahr Nordschleswig anlässlich der um ein Jahr verschobenen Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Grenzziehung (genforening) besuchte, tauchte Tondern nicht mehr im Programm auf. In diesem Jahr ist nun aber die Kommune Tondern an der Reihe. Am 6. August kommt die Regentin – quasi mit zweijähriger Verspätung – in den Westen Nordschleswigs und holt damit ihren geplanten Besuch von 2020 nach, der coronabedingt abgesagt werden musste.

Entsprechend groß war die Freude, als eine Anfrage aus dem Königshaus im Tonderner Rathaus eintraf mit dem Wunsch der Königin, der Kommune einen Besuch abzustatten.

„Die Planung hat noch nicht angefangen. Zunächst finden einleitende Gespräche mit den Kommunen statt, die im Rahmen der Sommerfahrt mit dem Königsschiff von der Königin besucht werden, obwohl Tondern nicht ein Teil dieses Programms ist. Der Besuch in Tondern findet in der Zeitspanne statt, in der sich die Königin im Schloss in Gravenstein aufhält. An den Gesprächen nehmen auch Vertreter des Königshauses statt“, unterstreicht Kommunaldirektor Lars Møldrup.

Trumpf: Kommunaldirektor

Mit ihm hat die Kommune einen Trumpf in der Hand, da er frische Erfahrungen mit einem Königinbesuch mitbringt. Als die 81-jährige Regentin im vergangenen Jahr mit dem Königsschiff unterwegs war, besuchte sie im September auch Fanø, wo Møldrup damals noch Kommunaldirektor war.

Der Besuch auf Fanø zeigte, wie vielseitig die Monarchin interessiert sei und sich nicht nur auf eigene Neigungen beschränke, so Møldrup.

In Begleitung ihres Manns, Prinz Henrik, Prinz Joachim und Prinzessin Marie besuchte Margrethe vor 12 Jahren Tondern (Archivfoto). Foto: Rahbek/Ohlsen

Ihr Besuch in Tondern werde wesentlich länger sein als der 2020 geplante, als die Königin an vier Tagen alle vier Kommunen in Nordschleswig besuchen sollte, erklärt Bürgermeister Jørgen Popp Petersen (Schleswigsche Partei), der bereits gekrönten Häuptern begegnet ist. Als die Königin und ihr Mann Prinz Henrik 2010 die Kommune besuchten, war der SP-Politiker schon Stadtratsmitglied. Er begleitete auch Prinz Henrik, als 2016 das vom Prinzen geschaffene Kunstwerk Torso beim Rathaus in Tondern enthüllt wurde.

50. Thronjubiläum

Das Stadtoberhaupt zweifelt nicht daran, dass die Bevölkerung die Königin feiern möchte, die in diesem Jahr 50 Jahre auf dem Thron gesessen hat. Diese Jubiläumsfeierlichkeiten wurden wie schon der 80. Geburtstag der Monarchin 2020 wegen Corona verschoben.

„Dass die Königin in ihrer Neujahrsansprache am 31. Dezember 2021 beide Minderheiten und ihre Bedeutung erwähnte, zeigt die nahe Verbindung, die sie zum Grenzland hat“, freut sich Jørgen Popp Petersen.

So wohnte die Königin im Rahmen ihres Nordschleswig-Besuchs am 15. Juni 2021 mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dessen Frau Elke Büdenbender im Haderslebener Dom einem deutsch-dänischen Gottesdienst bei. Später besuchten die Ehrengäste unter anderem auch das Deutsche Museum in Sonderburg.

Königin Margrethe besuchte vor zwölf Jahren die Firma Okholm Lighting, wo Direktor Peter Okholm durch sein Unternehmen führte. Foto: Archiv: Elise Rahbek

Im vergangenen Jahr reiste Margrethe II. in Begleitung ihres Sohnes, Thronfolger Frederik, und ihres Enkelkindes Christian an. Wer sie nach Tondern begleitet, ist noch nicht bekannt. Beim letzten offiziellen Besuch in Tondern waren ihr 2018 verstorbener Ehemann Prinz Henrik, ihr Sohn Prinz Joachim und ihre Schwiegertochter Prinzessin Marie dabei.

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