Schulschließung

Abschied mit schöner Erinnerung

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Osterhoist
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Jung und Alt nahmen in gemütlicher Runde Abschied von ihrer Schule. Bente Büchner zeigte per Beamer Bilder aus der Zeit des Kindergartenbetriebs unter dem Dach der Schule. Foto: Elise Rahbek

Die Türen der Deutschen Schule Osterhoist sind für geschlossen. Mit einem stimmungsvollen Fest und einer Rückschau auf viele Jahrzehnte wurde in der vergangenen Wochen Abschied genommen.

Mit gemeinsamem Gesang, Ansprachen, vielen Erinnerungen und jeder Menge gemütlichen Gesprächen ist das Abschiedsfest der Deutschen Schule Osterhoist am vergangenen Freitag über die Bühne gegangen.

„Die Tränen über das Aus der Schule sind schon vergossen worden“, so die langjährige Schulleiterin der Deutschen Schule Osterhoist, Anke Tästensen, die in ihrer neuen Funktion als Schulrätin Grußworte sprach. 50 Teilnehmer hatten sich angemeldet, doch letztlich fanden fast 70 den Weg in ihre frühere Schule. Es mussten zusätzlich Tische und Stühle herbeigeschafft werden.

Ein Highlight des Abends war eine von Anke Tästensen vorbereitete Ausstellung mit Zeitungsausschnitten aus der Geschichte der 1951 eröffneten Schule, die immer eine kleine Schule gewesen ist, aber doch Hunderten Kindern als Dorfschule Bildung vermittelt hat. Von der Grundsteinlegung bis zum Ausklang im vergangenen Dezember. Der letzte Schulleiter Jan Röhrig hatte die Festteilnehmer begrüßt, vielfach waren es mehrere Generationen einer Familie, die in Osterhoist die Schulbank gedrückt haben. Viele waren von weit her angereist und teilweise nach vielen Jahren erstmals wieder in ihrer alten Schule.

Die Wand mit Ausstellungsstücken aus der Schulgeschichte von 1951 bis 2018 war ein Hingucker während des Abschiedsfestes. Foto: Elise Rahbek

Turnhalle wurde zum Festsaal

Begleitet am Akkordeon von Inklusionspädagogin Renate Osterholz wurde mit gemeinsamen Liedern die Turnhalle wie bei unzähligen Weihnachtsfeiern und anderen Festlichkeiten noch einmal zum Festsaal der Schule.

Mehrere Anwesende wie Gert Carstensen ergriffen das Wort. Dieser erinnerte an Erlebnisse aus seiner Mitarbeit im Schulvorstand und konnte diverse Anekdoten zum Besten geben. Der Vorsitzende des BDN-Ortsvereins, Henning Lorenzen, auch ein früherer Schüler, bedankte sich bei der Schule und deren vielen Mitarbeitern für deren Einsatz. Lorenzen berichtete über Erinnerungen an Klassenfahrten, bei denen mitunter die Unterkunft beim Bruder oder der Schwester der Schulleiterin in Kopenhagen oder Hamburg möglich war. Mit von der Partie waren unter anderem auch drei Kinder des früheren Schulleiters Detlev Kirchhübel. Hervorgehoben wurde auch, dass die früheren Schüler der Schule in Osterhoist 2018 an die Deutsche Schule Rapstedt gewechselt sind. Die dortige Schule ist als Schule der Osterhoister angenommen worden.

Lebhafte Gespräche

An den Tischen, auf denen Smørrebrød und Getränke serviert wurden, gab es viele lebhafte Gespräche.

Es wurde mehrfach der Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass man in Kontakt bleiben wolle und so wurde verabredet, Ehemaligenfeste zu veranstalten. Das passt außerdem zu den Bemühungen, die Räume der Schule als Treffpunkt für die örtlichen Vereine weiterzunutzen.

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