Freundschaftsspiel

Die Medien, die Fans und der St. Pauli rücken an

Die Medien, die Fans und der St. Pauli rücken an

Die Medien, die Fans und der St. Pauli rücken an

Tondern/Tønder
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Die Ultras vom St. Pauli gehen Randale in Fussballstadien nicht aus dem Weg. Foto: welt.de

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Am Freitag tritt der Superligaverein Silkeborg gegen den Kultclub vom Kiez in Tondern an. Die Verantwortlichen glauben, ausreichend Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben. Auch die „Bild“-Zeitung wird in den Bankparken kommen.

In weniger als 24 Stunden wird das Freundschaftsspiel des dänischen Superligisten Silkeborg IF gegen den deutschen Zweitligisten FC St. Pauli im Tonderner Bankparken angepfiffen. Auch wenn sich das Zuschauerinteresse in Grenzen hält, werden die Medien stark vertreten sein – unter anderem auch der Sportredakteur vom „Nordschleswiger“, Jens Kragh Iversen. Spielbeginn ist um 14 Uhr.

Der Vorsitzende des Stadions, Martin Qvist, kann in Bezug auf die akkreditierten Presseleute von einigen Kuriositäten berichten. Auch von deutscher Seite werden Medienvertreter nach Tondern geschickt. Allen voran das große Boulevardblatt „Bild“. Auch Mitarbeiter vom Hamburger Abendblatt und der Hamburger Morgenpost sind dabei.

Neben nordschleswigschen Medien will auch Midtjyllands Avis erleben, wie sich die Silkeborger gegen die Paulianer behaupten, die in der vergangenen Saison die Relegation und den Aufstieg in die erste Fußballliga verpasst haben. Auch die Presseabteilung von St. Paul wird mit Medienvertretern dabei sein, sowie viele freiberufliche Fotografen und Journalisten.

Ein Bild aus Gravenstein vom Spiel Sønderjyske gegen den St. Pauli (Archivfoto) Foto: SHZ

Veranstalter von Fußballspielen müssen auf Nummer sicher gehen, wenn Fans vom St. Pauli auf den Zuschauerrängen sitzen. „Wir meinen, in Bezug auf die Sicherheit gut vorbereitet zu sein. Wir haben mit der Polizei gesprochen und zwei Vertreter des St.- Pauli-Fanclubs haben sich die Verhältnisse vor Ort angeschaut. Sie sind schon mehrfach zu Spielen des FC Sydvest in Tondern gewesen. Sie werden die deutschen Fans zu ihren Plätzen führen. Auch in Bezug auf Toiletten werden die Fans geteilt“, erzählt Martin Qvist. Die beiden Fan-Club-Vertreter seien mit den getroffenen Sicherheitsvorkehrungen zufrieden gewesen. Gleiches gelte für die Polizei.

Der Vorsitzende des Bankparken in Tondern, Martin Qvist Foto: Jane Rahbek Ohlsen

Die Fans von St. Pauli werden auf einem anderen Weg ins Stadion geschleust als die übrigen und werden auch in eigenen Blöcken sitzen. „Wir werden selbst vier Sicherheitsleute stellen. Silkeborg wird mit zwei anreisen und ich bin mir sicher, dass auch St. Pauli eigene Ordnungskräfte mitbringen wird", gibt sich Qvist zuversichtlich. Die Gastgeber werden mit 30 Freiwilligen das Publikum aufwarten.

St. Pauli hatte anfänglich gemeldet, dass ungefähr 1.000 seiner Fans nach Tondern kommen würden. „Sie haben aber einen Rückzieher gemacht und nun werden weniger kommen. Wie viele, wissen wir nicht“, so Qvist weiter.

Er kann in Bezug auf den Kartenvorverkauf auch eine Kuriosität erzählen. Ein Stuttgarter hat Eintrittskarten reserviert. „Nicht aber, weil er St. Pauli unbedingt sehen will, sondern weil er Fan von Silkeborg ist“, erzählt Martin Qvist überrascht.

Gravenstein hatte schlechte Erfahrungen mit St. Pauli

Der Parken-Vorsitzende kann sich noch an das Freundschaftsspiel erinnern, das St. Pauli im Juli 2010 gegen SønderjyskE in Gravenstein (Gråsten) bestritt. Damals legten die Pauli-Fans das neue Stadion in „Schutt und Asche“, rissen Absperrungen weg und stürmten die Tribüne für Sponsoren, die sich in eine Ecke des Stadions in Sicherheit brachten. Die St. Pauli-Fans, deren Mannschaft vor zwölf Jahren noch in der 1. Bundesliga spielte, nahmen später wieder ihre reservierten Plätze ein. Die Teams trennten sich 1:1.

Kicker von Silkeborg sind schon da

Dass das Freundschaftsspiel zustande gekommen ist, ist dem früheren Silkeborg-Spieler Thomas Røll zu verdanken. Er hatte dem Verein, für den er nach Ende seiner Fußballkarriere immer hoch tätig ist, vorgeschlagen, das Trainingslager in Tondern durchzuführen. Røll ist gebürtiger Nordschleswiger. Aus Bülderup-Bau und hat in jungen Jahren auch für den TSF (Tønder Sportsforening) gespielt. Die Silkeborger, die die vergangene Saison mit dem dritten Platz beendeten, halten sich seit Dienstag in Tondern auf und werden nach dem Freundschaftsspiel wieder nach Hause fahren.

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