Lokale Wirtschaft

Nach 157 Jahren: Brauerei Fuglsang verlässt Hadersleben

Nach 157 Jahren: Brauerei Fuglsang verlässt Hadersleben

Nach 157 Jahren: Brauerei Fuglsang verlässt Hadersleben

ket/ml
Hadersleben/Haderslev
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Die Mälzerei bleibt in Hadersleben bestehen. Foto: Ute Levisen

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Medienberichten zufolge will das Unternehmen Royal Unibrew die Produktion des Fuglsang-Bieres in Hadersleben einstellen. Künftig soll das Bier in Odense abgefüllt werden.

Die Traditionsbrauerei Fuglsang verlässt Hadersleben. Das geht aus Medienberichten hervor.

Im Mai 2021 ist die Brauerei, die mehr als 150 Jahre in Familienbesitz war, an Royal Unibrew verkauft worden. Damals sagte Direktor Kim Fuglsang gegenüber dem „Nordschleswiger“: „Man kann nur dann eine Brauerei in 5. Generation betreiben, wenn es eine große lokale Verankerung gibt.“

Für ihn sei Royal Unibrew das beste Match, um die Marken Fuglsang, Frem, Adelhardt und Urban Cocktails sowie das dazugehörige Produktsortiment weiterzuführen.

Jedoch ist die lokale Verankerung jetzt Geschichte. „Fuglsang wurde in Hadersleben geboren, und wir wollen die lokalen Werte, auf denen die Marke aufgebaut ist, beibehalten“, teilte Kasper Ryttersgaard Jacobsen, Direktor von Royal Unibrew Dänemark, gegenüber „TV SYD“ mit. Aber nicht in Hadersleben. Das Unternehmen kündigt an, das Bier künftig in den eigenen Anlagen in Odense abzufüllen.

Energie als Grund für den Standortwechsel

Als Grund gab der Direktor Energieeffizienz an. Die Verlagerung der Produktion sei Teil der Nachhaltigkeitsstrategie und notwendig, wenn das Unternehmen sein Ziel einhalten will, bis 2025 emissionsfrei zu produzieren. Es lohne sich demnach nicht, das alte Werk in Hadersleben zu optimieren.

Die Mitarbeitenden in Hadersleben wüssten laut Ryttersgaard seit Anfang September Bescheid. Ihnen seien andere Stellen innerhalb der Royal Unibrew Gruppe angeboten worden, die Niederlassungen in Faxe, Odense und Ripen (Ribe) hat.

Der Direktor Kim Fuglsang war am Dienstagmittag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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