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Neue Grenzkontrollen machen 85 Vollzeitstellen frei für andere Aufgaben

Neue Grenzkontrollen machen 85 Vollzeitstellen frei für andere Aufgaben

Neue Grenzkontrollen macht Personal frei für andere Aufgaben

Pattburg/Padborg
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Leere am Grenzübergang in Krusau. Foto: Karin Riggelsen

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Seit 12. Mai sind Lockerungen der physischen Kontrollen an der deutsch-dänischen Grenze in Kraft. Das sorgt unter anderem dafür, dass die Grenzpolizei jetzt mehr Personal für Ermittlungen im Hinterland zur Verfügung hat.

Bereits mit Ankündigung der Verlängerung der Grenzkontrollen ab 12. Mai war die Rede von Kapazitäten, die für andere polizeiliche Aufgaben frei würden. Denn sie wurden zwar bis zum 11. November verlängert, aber auch umorganisiert

Aus der Antwort von Justizminister Peter Hummelgaard auf eine Anfrage im Folketing (15. Mai) geht hervor, dass die dänischen Grenzkontrollen seit dem 12. Mai insgesamt etwa 460 Vollzeitstellen der Polizei sowie etwa 32 durch die Unterstützung der Nationalgarde in Anspruch nehmen. 

Mehr Kräfte für Kriminalitätsbekämpfung

Jedoch habe sein Ministerium berechnet, dass die Änderungen der Grenzkontrollen an der deutsch-dänischen Grenze Ressourcen im Umfang von etwa 85 Vollzeitstellen freimachen, die an anderer Stelle eingesetzt werden sollen. Dabei handelt es sich sowohl um Polizeibeamte als auch um Analystinnen und Analysten. 

65 der Vollzeitäquivalente sollen die Kriminalitätsbekämpfung im gesamten deutsch-dänischen Grenzgebiet verstärken, und 20 Stellen sollen in der allgemeinen Ausländerkontrolle, die auch im Hinterland erfolgt, eingesetzt werden. 

Freie Ressourcen an der Grenze zu Schweden

Während die Grenzkontrollen an der deutsch-dänischen Grenze zwar neu strukturiert, aber nicht aufgehoben wurden, hat die Regierung die Kontrollen an der Grenze zu Schweden beendet. Dadurch wurden insgesamt 55 Vollzeitstellen frei, die dort die allgemeine Polizeiarbeit, einschließlich der Kriminalitätsbekämpfung in grenznahen Gebieten verstärken. Ansonsten frei werdende 14 Polizeikadetten sollen künftig andere polizeiliche Aufgaben, zum Beispiel im Bereich der Bewachung, übernehmen.   

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