Grenzkontrollen

Einreise nach Dänemark: Es bleibt kompliziert

Einreise nach Dänemark: Es bleibt kompliziert

Einreise nach Dänemark: Es bleibt kompliziert

Kopenhagen/Nordschleswig
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Voraussichtlich ab Freitag kommender Woche können mehr Menschen wieder einreisen. Foto: Anders Brohus/Ritzau Scanpix

Voraussichtlich am 14. Mai will Dänemark die Restriktionen an der Grenze lockern. Einfacher werden die Regeln dadurch nicht.

Noch nicht einmal das Datum steht endgültig fest, doch voraussichtlich am Freitag der kommenden Woche soll es einfacher werden, von Deutschland nach Dänemark einzureisen.

Denn ab der Phase 3 des Stufenplans zum Abbau der Grenzrestriktionen fällt die Forderung eines triftigen Grundes für gelb oder orange eingestufte EU- und Schengenländer weg. Dies gilt derzeit für ganz Europa.

Ohne triftigen Grund

Damit kann man also im Prinzip dann von ganz Deutschland aus einreisen. Es besteht jedoch nach den derzeitigen Infektionszahlen in Deutschland weiterhin die Pflicht zu einem maximal 48 Stunden alten negativen Corona-Test und zu einer zehntägigen Quarantäne nach der Einreise. Die Quarantäne kann jedoch mit einem negativen Test nach vier Tagen unterbrochen werden. Für Schleswig-Holstein gelten Sonderregelungen.

Bereits seit Sonnabend können fertig geimpfte Personen aus gelb und orange eingestuften EU-Ländern einreisen.

Inzidenz

Und es ist alles sogar noch komplizierter. Denn sollte Deutschland ab der Phase 3 gelb eingestuft werden, dann fällt die Forderung einer Quarantäne weg. Dies geschieht, wenn die wöchentliche Inzidenz unter 50 Infizierte pro 100.000 Einwohner fällt.

Von diesem Wert ist man noch ein Stück weit entfernt, am Donnerstag liegt die Inzidenz laut Robert Koch-Institut bei 129. Doch fällt er derzeit deutlich, noch vor einer Woche lag er bei 169. Sollte sich der positive Trend fortsetzen, kann es somit zu einer gelben Einstufung kommen.

Als Datum für diese Lockerung ist im Plan der 14. Mai vorgesehen. Dies hängt jedoch von den Fortschritten bei den Impfungen ab. Wegen der Verzögerungen hier ist also nicht auszuschließen, dass sich der Termin nach hinten verschieben kann.

Das Justizministerium kann zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine genaue Aussage dazu treffen, teilt ein Pressesprecher dem „Nordschleswiger“ mit. Man beurteile laufend die Lage und erörtere sie mit den Parteien.

Gleiches gelte für die konkrete Umsetzung der Phase 3.

Für Nordschleswiger bedeutet die Lockerung, dass sie darauf hoffen dürfen, dass ein Besuch oder Einkauf südlich der Grenze möglich wird, ohne dass man nach der Rückreise in Quarantäne muss. Dies wird jedoch voraussichtlich erst mit der konkreten Umsetzung geklärt.

Voraussichtlich am Montag könne man Informationen zur Umsetzung und zum Datum liefern, heisst es aus dem Ministerium.

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