Afrikanische Schweinepest

WWF geht bei der EU gegen Wildschweinzaun vor

Ritzau/jrp
Nordschleswig/Brüssel
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Foto: DPA

Dänemark will das Projekt Wildschweinzaun zügig realisieren. Jetzt streut eine Organisation Sand ins Getriebe.

Der Wildschweinzaun, der an der deutsch-dänischen Grenze die sogenannte afrikanische Schweinepest aufhalten soll, steht auf einer sehr dünnen und unzureichenden fachlichen Basis. So lautet die Kritik der Welttierschutzorganisation WWF, die nun bei der EU-Kommission vorstellig wird, um das Zaunprojekt zu stoppen. Das berichtet Jyllands-Posten am Dienstag.

Dem WWF-Biologen Thor Hjarsen nach hätten die dänischen Behörden „eine unseriöse und klar politische Bestellarbeit geleistet”. „In den Voruntersuchungen werden nur die Fachleute der Naturbehörde zitiert. Es gibt keine Hinweise auf internationale wissenschaftliche Literatur. Das zeigt, wie unseriös hier gearbeitet wurde”, sagte er.

Lars Møller Christiansen, stellvertretender Direktor der Umweltbehörde, meint dagegen, dass eine „sehr gründliche Untersuchungs- und Vorbereitungsarbeit geleistet wurde”. „Die Zulassung basiert nach unserer Meinung auf einer soliden fachlichen Grundlage”, erklärte er.

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