Wirtschaft

Unterrichtsminister möchte grenzüberschreitenden Lehrlingsaustausch fördern

Veröffentlicht Geändert
Mattias Tesfaye (Bildmitte) hat sich mit Johannes Callsen (l.) getroffen. Mit dabei war auch der deutsche Botschafter in Kopenhagen, Pascal Hector.

Mattias Tesfaye hat mit dem Dänemark-Bevollmächtigten der schleswig-holsteinischen Landesregierung, Johannes Callsen, über die Zusammenarbeit bei Berufsausbildungen gesprochen. Der Unterrichtsminister sieht darin ein großes Potenzial für das Grenzland.

Gut für die Lehrlinge, gut für die Wirtschaft und gut für Nordschleswig. Das kann eine Stärkung von grenzüberschreitenden Berufsausbildungen bedeuten, meint Unterrichtsminister Mattias Tesfaye (Soz.).

In der vergangenen Woche hat er sich in Kopenhagen mit dem Minderheitenbeauftragten und Dänemark-Bevollmächtigten der Landesregierung Schleswig-Holsteins, Johannes Callsen (CDU), in Kopenhagen getroffen, um über dieses Thema zu sprechen.

„Deutschland ist eines der Hauptziele, wenn unsere Schülerinnen, Schüler sowie Lehrlinge einen Austausch machen“, so Tesfaye in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem „Nordschleswiger“.

Gemeinsame Vereinbarung

Es ist das erklärte Ziel des Unterrichtsministers, die Berufsausbildungen in Dänemark zu stärken. Nach Callsens Einschätzung gilt das auch in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

„Mein Eindruck ist, dass Minister Tesfaye ein großes Interesse an der Intensivierung der Kooperation im Bereich der Berufsbildung hat“, sagte er im Anschluss an das Gespräch.

Im Mai 2024 haben Dänemark und Deutschland eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Ausbildungsbereich geschlossen. Sowohl Callsen als auch Tesfaye sehen darin eine gute Grundlage für eine engere Kooperation.

„Es gibt auf beiden Seiten der Grenze gute Erfahrungen zu holen“, so der sozialdemokratische Minister.

Tesfaye betont die Bedeutung des Grenzlandes

Es sei naheliegend, dass Personen mit einer Berufsausbildung sowohl die neueste Technologie als auch die Kultur und Arbeitsabläufe in den unterschiedlichen Ländern kennenlernen: „Daher freue ich mich über die Kooperationsvereinbarung, der einen internationalen Austausch für dänischen und deutschen Lehrlingen an Berufsschulen erleichtert.“

Tesfaye hat die Frage der grenzüberschreitenden Ausbildungszusammenarbeit auch mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Minderheit erörtert. Zunächst bei einem Treffen im März des vergangenen Jahres und seither in einem schriftlichen Austausch.

„Immer mehr Betriebe produzieren über die Landesgrenzen hinweg, und wir haben eine starke Verbindung zu Deutschland – nicht zuletzt aufgrund unserer gemeinsamen Grenzregion“, schreibt er.

Er hoffe, dass diese Zusammenarbeit weiter ausgebaut wird.