Corona-Maßnahmen

Gesundheitsbehörde will auch Kinder gegen Corona impfen

Gesundheitsbehörde will auch Kinder gegen Corona impfen

Gesundheitsbehörde will auch Kinder gegen Corona impfen

Ritzau/nb
Kopenhagen
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Der Direktor der Gesundheitsbehörde, Søren Brostrøm, auf einer Pressekonferenz am 10. Juni 2021. (Archivfoto) Foto: Ida Guldbæk Arentsen/Ritzau Scanpix

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Das Mindestalter für eine Impfung gegen das Coronavirus liegt bisher bei 16 Jahren. Die Gesundheitsbehörde hat am Donnerstag eine Antwort auf die Frage gegeben, ob künftig Kinder und Jugendliche bereits ab 12 Jahren geimpft werden sollen. Die Europäische Arzneimittelagentur hatte Ende Mai eine entsprechende Empfehlung abgegeben.

Sollen Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus angeboten bekommen?

Ja. So lautet die Antwort der Gesundheitsbehörde.

Impfangebot vermutlich ab September

Der Direktor der Behörde, Søren Brostrøm, sagte auf einer Pressekonferenz am Donnerstagmittag, dass Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren ein Impfangebot erhalten werden, wenn alle Personen ab 16 Jahren, die ein Impfangebot angenommen haben, fertiggeimpft sind.

Dies sei aller Wahrscheinlichkeit nach im September der Fall.

Mit dem erweiterten Impfangebot solle vor allem der Wunsch nach einem höheren Grad an Immunität in der Bevölkerung erfüllt werden, sagte Brostrøm.

Empfehlung von der Europäischen Arzneimittelagentur

Die Gesundheitsbehörde folgt damit einer Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA).

Die EMA hatte Ende Mai die Verabreichung des Impfstoffs von Pfizer/Biontech an Kinder ab zwölf Jahren empfohlen.

Zuvor war der Impfstoff nur für Personen ab 16 Jahren innerhalb der EU zugelassen.

Der Corona-Impfstoff von Pfizer ist der bislang einzige, der in der EU für Personen unter 16 Jahren zugelassen ist. Allerdings obliegt es jedem Mitgliedsstaat selbst zu entscheiden, ob der Impfstoff für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zum Einsatz kommen soll.

In Deutschland werden Kinder und Jugendliche bereits geimpft

In Deutschland werden seit Anfang Juni Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren mit dem Impfstoff von Pfizer immunisiert.

Als weiterer Impfstoff gegen das Coronavirus kommt im dänischen Impfprogramm das Mittel von Moderna zum Einsatz. Dies wurde jedoch noch nicht für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen.

Das Unternehmen hat sich jedoch um eine Zulassung durch die EMA bemüht, und die Agentur rechnet mit einer Entscheidung im Juli.

In Dänemark werden auch die Impfstoffe von Johnson & Johnson und von Astra Zeneca angewandt. Sie sind allerdings nicht Teil des Impfprogramms, können aber auf Basis einer gesonderten Vereinbarung freiwillig gewählt werden.

Bisher mehr als 2,8 Millionen Menschen geimpft

Laut aktuellen Zahlen der dänischen Behörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten, Statens Serum Institut, wurden in Dänemark mehr als 2,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal geimpft. Das entspricht 48,5 Prozent der Bevölkerung.

Der Artikel wurde um 12.43 Uhr mit Informationen zur Entscheidung der Gesundheitsbehörde aktualisiert.

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