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Ohne Teamwork keine Zukunft beim SV Tingleff

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Motiv von der neugestalteten Homepage des SV Tingleff

Aufgaben auf weitere Schulter verteilen, um den Einsatz für den Verein mit Beruf und Familienleben vereinen zu können. Dieses Ziel ist beim SV Tingleff einmal mehr in den Mittelpunkt gerückt. Vorsitzende Michelle Møller sieht es als Voraussetzung, um ihren Posten auch weiterhin zu bekleiden. Es gibt einen klaren Appell.

Michelle Møller, die Anfang 2023 den Vorsitz im SV Tingleff übernahm und zuvor bereits der Handballsparte neues Leben einhauchte, wünscht sich eine andere Aufgabenverteilung. Aus familiären Gründen hatte sie schon mit dem Gedanken gespielt, den Posten ganz abzugeben. Auch ihr Ehemann Christoph ist im Klub aktiv, war ebenfalls Vorsitzender und ist Vorstandsmitglied. Er wird jedoch ausscheiden.

Den Einsatz für den SV „haben wir gern gemacht, er nimmt aber viel Platz in der Familie ein“, sagt die fünffache Mutter. Sie war anfangs guter Dinge, in ihrem neuen Amt alles unter einen Hut bringen zu können. Neue Herausforderungen in der siebenköpfigen Familie haben die Ausgangslage aber verändert.

Erst einmal weitermachen

Wohl wissend, dass eine Neubesetzung des Vorsitzes generell ein schwieriges Unterfangen ist, hat sich Michelle Møller nach Gesprächen mit ihrem Ehemann dann doch dazu durchgerungen, als Vorsitzende weiterzumachen. „Von heute auf morgen die Vorstandsarbeit aufzugeben, das würde mir auch schwerfallen“, gesteht die 36-Jährige.

„Wir setzen aber darauf, dass sich weitere Personen einbringen und die Aufgaben noch besser verteilt werden können“, so der Appell der Vorsitzenden an Mitglieder und andere, sich für den Verein und für die Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Michelle Møller Andresen kurz nach ihrem Amtsantritt als SV-Vorsitzende im vergangenen Jahr. Sie war gerade zum fünften Mal Mutter geworden (Archivfoto).

Sie wolle keine Panik schüren, sehe aber einen Handlungsbedarf, um die Vereinsarbeit langfristig am Leben zu halten. Wichtig werde dabei, nachfolgende Generationen zu mobilisieren.

Zu viele Eisen im Feuer

Sie selbst sei Leiterin der Handballsparte beim SV und Vorsitzende in Personalunion gewesen. Das habe sie sich bewusst so ausgesucht, und sie habe die Sparte gern weiter mitaufgebaut, wie sie sagt. Sie habe aber gemerkt, dass man sich auch zu viel aufladen kann, und sie sei mittlerweile bereit, Aufgaben und auch Verantwortung abzugeben, so Michelle Møller selbstkritisch.

Erfreulich wäre es daher, wenn sich bis zur Generalversammlung am 26. Januar weitere Personen für den Vorstand oder für die Unterstützung in anderer Form finden lassen.

„Wir haben einen guten Zusammenhalt im Vorstand, und man muss nicht denken, dass man ein oder zweimal in der Woche zu einer Sitzung kommen muss. Physisch treffen wir uns vielleicht fünfmal im Jahr. Der Austausch findet viel per Telefon oder über WhatsApp statt. Was physische Treffen anbelangt, ist der Aufwand überschaubar. Wenn es dann noch gelingt, die Aufgaben auf noch mehr Leute zu verteilen, dann wäre das für alle und letztlich für den Verein super“, so Michelle Møller, mit der Hoffnung, dass man den einen oder anderen SVer oder die eine oder andere SVerin aus der Reserve locken kann.

Jede Unterstützung für die Gemeinschaft ist willkommen

„Man darf sich sehr gern bei mir melden und fragen, was wir uns so vorstellen und wie eine Unterstützung im Einzelnen aussehen kann. Eine Mitarbeit im Vorstand wäre optimal, aber wir sind auch offen für andere Optionen. Es geht auch darum, die Gemeinschaft im Allgemeinen zu stärken“, so Michelle Møller.

Wenn sich diesbezüglich etwas abzeichnet, könne sie sich bei allen familiären Herausforderungen vorstellen, den Vorsitz weiterzuführen.

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