Bevölkerung

Zuzug von Deutschen nach Nordschleswig ist ungebrochen

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Die Kommune Tondern hat den verhältnismäßig größten Zuwachs an deutschen Staatsbürgerinnen und -bürgern erlebt (Archivfoto).

Seit der Corona-Pandemie hat sich die Anzahl der Menschen mit einem deutschen Pass in Nordschleswig verdoppelt. Und der Trend hält an. Auch ein Umzug nach Kopenhagen ist unter Deutschen populär.

Nordschleswig ist weiterhin ein populärer Wohnort unter Deutschen. Seit 2019 hat sich die Anzahl der Menschen mit einem deutschen Pass im Landesteil verdoppelt.

Auch in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres hat sich der Trend in den vier Kommunen Nordschleswigs fortgesetzt. Das zeigen Zahlen von Danmarks Statistik. Insgesamt wohnten am 1. Januar dieses Jahres 176 Deutsche mehr im Landesteil als am 1. Oktober 2024.

Den anteilsmäßig größten Anstieg erlebten im vierten Quartal 2024 die Kommunen Tondern und Apenrade. Vergleicht man mit der Zeit vor Corona, ist der Anstieg in Tondern am größten. Doch auch in Sonderburg und Hadersleben hat sich die Anzahl der Menschen mit deutschem Pass nahezu verdoppelt.

Nicht nur Nordschleswig, sondern auch das übrige Dänemark ist unter Deutschen beliebt. Bereits seit 2008 steigt die Anzahl stetig an. Doch auch hier beschleunigt sich der Zuzug seit 2020.

Vor allem im Kopenhagener Raum leben viele Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft. Ungefähr ein Drittel aller in Dänemark ansässigen Deutschen lebt in der Region Hauptstadt. Zählt man die innerstädtischen Kommunen Kopenhagen und Frederiksberg zusammen, wohnen hier 8.339 Deutsche. Das sind fast so viele wie die 8.936 in Nordschleswig.

Der Anstieg ist in den vergangenen fünf Jahren jedoch nicht so groß wie im Grenzland gewesen. Es leben dennoch in der Region Hauptstadt immerhin ein Viertel mehr Deutsche als noch 2019.