Schleswigsche Partei

Gösta Toft zur Kommunalwahl: „Wir knacken die 10.000 Stimmen“

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Gösta Toft vor seinem Haus im Karpedam

Die Schleswigsche Partei setzt mit den Themen Gesundheit, Pflege und Umwelt aktuelle Schwerpunkte für die Kommunalwahl 2025. Der frühere Parteisekretär Gösta Toft glaubt an eine erfolgreiche Wahl für die SP, bei der auch der Nachwuchs eine große Rolle spielt.

Das Image der Schleswigschen Partei als moderne Regionalpartei muss stetig geschärft werden. Denn für Gösta Toft, den früheren Generalsekretär der SP, bleiben die Herausforderungen damals wie heute im Grunde die gleichen.

„Wie sprechen wir die regionalen Wähler gezielt an und überzeugen sie davon, dass die Schleswigsche Partei nicht nur eine Minderheitenpartei ist, sondern auch eine Regionalpartei?“ Das ändere sich nie, sagt er dem „Nordschleswiger“. Man müsse die richtigen Themen finden, und „man muss uns das abnehmen“, so Toft. Es gehe um Authentizität. So sei Jørgen Popp Petersen ein Musterbeispiel dafür, wie man es richtig macht. „Er spricht die Leute auf Sønderjysk an, auch in den Medien. Das ist wichtig für das Profil, das wir haben.“

Die Partei ist bereits in den Wahlkampf gestartet und blickt dem November 2025 gespannt entgegen. Mit Stephan Kleinschmidt und Ruth Candussi sollen die kommenden Monate organisiert werden, um am Ende ein möglichst gutes Ergebnis für die Regional- und Minderheitenpartei einzufahren.

Bürgernahe Themen im Fokus

Für die Kommunalwahl sieht Toft einen weiteren Bonus der Partei: „Dass wir uns zu allen Themen äußern – auch zur Pflege – das interessiert nicht nur die Wähler, sondern es sind auch Aufgaben der Kommunen und der Region gleichermaßen“, so Toft. Diese Schnittstelle sei unglaublich wichtig für die Wohlfahrt in Nordschleswig.

Gemeinsam mit Ruth Candussi, Stephan Kleinschmidt, Uffe Iwersen und weiteren Aktiven habe er Ende der 1990er-Jahre die Köpfe zusammengesteckt, wie man aus der damaligen Vorgängerorganisation, dem Politischen Jugendforum Nordschleswig (PJN), etwas Neues auf die Beine stellen kann. Heute tragen die „Jungen Spitzen“ als Nachwuchsorganisation zum modernen Image der Partei bei.

Für mich ist Politik die beste Möglichkeit, Teil der Gesellschaft zu werden.

Gösta Toft

Nachwuchs belebt Partei

„Die Jungen Spitzen sollte man nicht unterschätzen. Es ist ja eine Erfolgsgeschichte, eine kontinuierliche Entwicklung mit immer sehr engagierten Vorsitzenden.“ Es sei auch ein Abbild der Gesellschaft, dass mehr Frauen Verantwortung übernehmen. In Apenrade gebe es ja noch immer Probleme, mehr Frauen auf die Wahlliste zu bekommen. Doch die Zeiten änderten sich, sagt Toft. „Wenn man sich politisch engagiert als junger Mensch, dann lernt man sich auch selbst anders einzuschätzen.“

„Für mich ist Politik die beste Möglichkeit, Teil der Gesellschaft zu werden.“ Weil man in der Politik zu allen Fragen, die die Gesellschaft betreffen, Stellung nehmen müsse, sei die Kommunalpolitik besonders wichtig. „Hier kann man am besten zeigen, dass man loyal mitarbeitet als Minderheit und nicht gegen die Mehrheit, sondern mit ihr“, führt Toft aus.

Toft wagt Prognose

„Ich glaube, wir knacken die 10.000 Stimmen“, sagt er. Der 73-Jährige richtet den Blick aber insbesondere nach dem Rückzug von Stephan Kleinschmidt auf Sonderburg. „Wir haben da zwei starke Frauen, aber Stephan ist schon ein Stimmenmagnet gewesen. Das muss erst mal wettgemacht werden.“

Prinzipiell sei man aber überall gut aufgestellt. „Das heißt nicht, dass wir es nicht besser machen können, aber die Basis ist gut.“

Derzeit habe man so viel politischen Einfluss wie in den ganzen 30 Jahren zuvor nicht. Das müsse man bedenken, so Toft. „Ich bin immer Optimist. Man muss ein Ziel vor Augen haben. Dieses Mal heißt es 10.000 Plus. Zu meiner Zeit waren es 5.000 Plus.“

Man könne nicht in eine Wahl hineingehen und sagen, „wir wollen da stehen bleiben, wo wir sind“.