Corona-Maßnahmen

Beschluss getroffen: Schulen sollen am 5. Januar öffnen

Beschluss getroffen: Schulen sollen am 5. Januar öffnen

Beschluss getroffen: Schulen sollen am 5. Januar öffnen

Nordschleswig/Kopenhagen
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Der Unterricht soll zunächst ausschließlich in den Stammklassen stattfinden (Modellfoto). Foto: Signe Goldmann/Ritzau Scanpix

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Wenn nicht etwas ganz Unerwartetes passiert, können die Kinder ab dem Mittwoch nach Silvester wieder in die Volksschule gehen, sagte Unterrichtsministerin Pernille Rosenkrantz-Theil. Auch die deutschen Schulen in Nordschleswig rechnen damit, zu dem Zeitpunkt die Tore wieder zu öffnen.

Eine hundertprozentige Garantie, dass die Volkschulen am 5. Januar wieder öffnen können, wollte Unterrichtsministerin Pernille Rosenkrantz-Theil (Soz.) nicht geben.

„Wir befinden uns in einer Pandemie, und da können wir eine solche Garantie nicht ausstellen“, sagte sie bei einer Pressekonferenz am Dienstagmittag.

Nach einigen Nachfragen stellt sie dann klar, dass etwas Außergewöhnliches passieren muss, sollten die Schulen geschlossen bleiben.

„Der Beschluss ist getroffen. Wir bereiten uns darauf vor, dass die Schulen am 5. Januar öffnen“, stellte sie fest.

Schulalltag mit Einschränkungen

Auch die Kinder, die eine der deutschen Schulen in Nordschleswig besuchen, dürfen sich darauf freuen, in gut zwei Wochen ihre Klassenkameraden wiederzutreffen.

„Wir rechnen damit, zu dem Termin wieder aufzumachen. Unsere Schulen sind gut vorbereitet“, sagt die Schulrätin des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV), Anke Tästensen, wobei auch sie betont, dass es neue Entwicklungen geben könne.

Nichts kann das Klassenzimmer ersetzen.

Pernille Rosenkrantz-Theil (Soz.), Unterrichtsministerin

Ganz normal wird der Schulalltag für die Kinder jedoch zunächst nicht, erläutert Unterrichtsministerin Rosenkrantz-Theil. Die Regierung und die Behörden empfehlen, dass der Unterricht ausschließlich in den Stammklassen stattfindet. Auch in den Pausen sollen die Mädchen und Jungen ausschließlich mit den Klassenkameraden spielen.

Selbsttests

Häufige Selbsttests sollen ebenfalls Ansteckungen vorbeugen. Acht Millionen Test sind bereits in Dänemark gelandet. Ab Dienstag und bis zum Donnerstag sollen die Kommunen die erste Portion davon erhalten haben.

„Wir empfehlen, dass Lehrpersonal sowie Schülerinnen und Schüler ab der 1. Klasse sich zweimal pro Woche testen. Dies gilt auch, wenn man fertig geimpft ist“, so die Ministerin.

Sehr wichtig sei, dass die Kinder geimpft würden. Und hier geht es bereits gut voran. Thyra Grove Krause, Fachdirektorin beim Staatlichen Serum Institut (SSI), berichtete, dass von den 12- bis 15-Jährigen 80 Prozent die erste Impfung erhalten oder bestellt haben. Bei den 5- bis 11-Jährigen sind es 40 Prozent. Für diese Altersgruppe läuft die Impfkampagne seit dem 25. November.

„Die Impfung von Kindern kann das Ausmaß von Ausbrüchen an Schulen begrenzen und damit ihren Alltag stabilisieren“, so die SSI-Direktorin.

„Epidemie dämpfen“

Denn auch wenn der Schutz vor der Omikron-Variante geringer sei, so sei er unmittelbar nach dem zweiten Piks relativ gut. Auch sei die Dauer der Infektion und damit die Ansteckungsgefahr nach einer Impfung geringer.

„Die Impfungen können die Epidemie in dieser Periode dämpfen, in der wir so viel Immunität in der Bevölkerung wie möglich brauchen“, erläuterte Grove Krause.

Auch Rosenkrantz-Theil sieht die Impfungen als einen der wichtigsten Schlüssel für einen möglichst normalen Schulalltag.

„Nichts kann das Klassenzimmer ersetzen. Hier lernen und gedeihen die Kinder am besten“, sagte sie.

Die Grundschulen sind seit dem 15. Dezember geschlossen.

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