Elektromobilität

Erstmals mehr E-Autos als Hybride auf Dänemarks Straßen unterwegs

Erstmals mehr Elektro- als Hybrid-Autos auf Dänemarks Straßen unterwegs

Erstmals mehr E- als Hybrid-Autos in Dänemark zugelassen

Ritzau/ml
Kopenhagen
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In Dänemark gibt es inzwischen mehr Elektroautos als Plug-in-Hybride. Foto: Thomas Lekfeldt/Ritzau Scanpix

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Mit 97.121 zugelassenen Fahrzeugen übertrifft das Elektroauto die Zahl der in Dänemark zugelassenen Plug-in-Hybrid-Autos, die bei 97.071 liegt.

Die Zahl der in Dänemark zugelassenen Elektroautos hat den Bestand an Plug-in-Hybriden überholt. Derzeit sind 97.121 Elektroautos und 97.071 Plug-in-Hybride zugelassen. Dies geht aus Zahlen von „De Danske Bilimportører“ hervor, der Handelsorganisation der dänischen Autohersteller.

Während Elektroautos ausschließlich mit Strom betrieben werden, können Plug-in-Hybridautos sowohl mit Strom als auch mit Benzin oder Diesel betrieben werden.

Die Autoimporteure nennen dies eine natürliche Entwicklung und verweisen auf die jüngste Steueränderung. Denn in den nächsten Jahren wird die Zulassungssteuer für Plug-in-Hybride stärker steigen wird als die für Elektroautos.

Steuererleichterungen sorgen für mehr Zulassungen

„Der Anteil der Plug-in-Autos an der dänischen Fahrzeugflotte hat stark zugenommen, was auf die Steuererleichterungen und das zunehmende Angebot an Plug-in-Autos zurückzuführen ist“, erklärt Mads Rørvig, CEO von De Danske Bilimportører. Er geht davon aus, dass der Anteil der Elektroautos bis zum Jahr 2035 nochmals deutlich steigen wird, wenn alle Neuwagen in der EU emissionsfrei sein werden.

Von den etwas mehr als 2,8 Millionen Pkw in Dänemark fuhren im August dieses Jahres etwas mehr als 1,8 Millionen mit Benzin, während etwa 780.000 mit Diesel betrieben wurden. Dies geht aus Zahlen von Danmarks Statistik hervor. Darüber hinaus gibt es die genannten Elektroautos und Plug-in-Hybride.

Beim Verband „Bilbranchen“, das zum dänischen Industrieverband gehört, ist der Direktor Thomas Møller Sørensen von der Entwicklung beeindruckt. „Die Automobilindustrie ist nach wie vor von Engpässen bei Komponenten, insbesondere bei Mikrochips, betroffen. Und genau diese Mikrochips werden für die Herstellung eines Elektroautos benötigt. Nicht zuletzt deswegen ist die Zahl bemerkenswert“, sagt er in einer schriftlichen Stellungnahme und verweist ebenfalls auf neue Steuern und steigende EU-Anforderungen als Erklärung für den Aufstieg der Elektroautos.

Mehr E-Autos brauchen mehr Ladesäulen

Mads Rørvig betont, dass die steigende Zahl von Elektroautos auch den Bedarf an mehr Ladestationen erhöht. Nach Angaben der dänischen Autoimporteure gab es Ende letzten Sommers rund 3.700 öffentliche Ladepunkte in Dänemark. Jetzt, ein Jahr später, ist diese Zahl auf fast 6.800 angestiegen. Dennoch seien weitere Maßnahmen erforderlich, wenn der Trend anhalten soll, so Rørvig. „Wenn Dänen über ein neues Auto nachdenken, ist die Möglichkeit des einfachen und schnellen Aufladens ein wichtiger Teil der Entscheidung.“

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