50 Jahre Vojens Speedway Center

Olsen hat keine Angst um die Zukunft

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Ole Olsen brachte die WM-Trophäe in die Arena, 50 Jahre nachdem er das Vojens Speedway Center ins Leben rief.

Der Weltmeister wurde am Wochenende vor 15.500 Fans im Vojens Speedway Center gekürt. Seit 2007 ist es kein Däne mehr geworden, doch der Optimismus ist groß, dass es ein neues goldenes Zeitalter fürs dänische Speedway geben kann, obwohl der Vertrag mit Woyens als WM-Standort im nächsten Jahr ausläuft.

15.500 Zuschauerinnen und Zuschauer wurden am Wochenende in Woyens (Vojens) Zeugen eines dramatischen Abschlusses der Grand-Prix-Serie um die Speedway-Weltmeisterschaft. Der Pole Bartosz Zmarzlik holte mit einem winzigen Punkt Vorsprung seinen sechsten WM-Titel.

Das Vojens Speedway Center wird auch im kommenden Jahr zum WM-Kalender gehören, doch Ende 2026 läuft der Vertrag zwischen dem Rechteinhaber der Grand-Prix-Serie, „Warner Bros.“, und dem Vojens Speedway Center aus. Angst um die Zukunft hat der Direktor aber nicht.

„Nichts ist sicher. Aber ich denke, wir sind gut aufgestellt und tun alles, was wir können. Warner Bros. hat uns zu den besten Veranstaltern gekürt, weil wir richtig organisieren und vermarkten können. Und dann ist das Vojens Speedway Center einzigartig, weil es so viel Geschichte hat. Das hat schon etwas Besonderes“, sagt Jacob Olsen über das Lebenswerk seines Vaters, das er Ende 2018 übernahm.

Jacob Olsen übernahm Ende 2018 die Leitung von Vojens Speedway Center.

Und der Grand Prix um die Weltmeisterschaft ist für ihn der Höhepunkt des Jahres, wenn „Warner Bros“ versucht, eine große Show zu veranstalten.

Es ist seit meiner Geburt ein Teil meines Lebens. Das ist mein Heimspiel. Der Speedway Grand Prix ist der Kern und das Herz der Familie Olsen

Jacob Olsen, Direktor von Vojens Speedway Center

„Es ist absolut verrückt, wenn sie mit acht oder neun Trucks anrollen und mit dem Aufbau beginnen“, sagt Jacob Olsen, der die Invasion jedoch mit großer Gelassenheit hinnimmt.

„Ich bin damit aufgewachsen. Es ist seit meiner Geburt ein Teil meines Lebens. Das ist mein Heimspiel. Wir sind es gewohnt, mit vielen Menschen umzugehen. Der Speedway Grand Prix ist der Kern und das Herz der Familie Olsen“, sagt Jacob Olsen.

Das Publikumsinteresse ist in den vergangenen Jahren steigend gewesen.

Vater Ole löste 1971 mit dem Gewinn des ersten seiner drei WM-Titel einen Speedway-Boom in Dänemark aus. Das Feuer wurde mit Erik Gundersen, Hans Nielsen und Nicki Pedersen neu entfacht, doch seit 2007 hat es keinen dänischen WM-Titel mehr gegeben. Der Optimismus ist aber groß, dass es ein neues goldenes Zeitalter in Dänemark geben wird.

„Das Zuschauerinteresse hat zugenommen und sportlich befinden wir uns in einer Entwicklung, in der wir die Talente für die Zukunft haben. Es ist nur wichtig, dass sie richtig gefördert werden, damit wir einen neuen Ole Olsen, Erik Gundersen, Hans Nielsen, Jan O. Pedersen oder Nicki Pedersen bekommen. Wir haben so viel Geschichte im dänischen Speedway, und ich bin sicher, dass sie wieder aufleben wird. Wir müssen alle geduldig sein und hart dafür arbeiten“, sagt Jacob Olsen und weist darauf hin, dass Dänemark mit Villads Pedersen den amtierenden Jugendweltmeister hat.