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Sønderjyske kassiert weiter zu viele Gegentore

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Die Neuzugänge Matti Olsen und Marcus Bundgaard ärgern sich nach der Niederlage in Farum.

Gegen AGF waren es vier, gegen den FC Nordsjælland drei. Die Sønderjyske-Fußballer müssen sich in der Defensive steigern, wenn sie im Kampf gegen den Abstieg Punkte sammeln wollen. Der Aufsteiger ging in Farum leer aus und musste auch noch seinen Kapitän auswechseln.

Die Sønderjyske-Fußballer müssen weiter auf den ersten Punktgewinn im neuen Jahr warten. Matti Olsen hatte in der Nachspielzeit eine große Kopfball-Möglichkeit zum Ausgleich, doch es wäre ein geklauter Punktgewinn gewesen.

Der FC Nordsjælland war über 90 Minuten gesehen die bessere Mannschaft und hätte den Sack früher zumachen müssen, doch ein unerwarteter Alleingang und spektakulärer Abschluss von Maxime Soulas sorgten für eine spannende Schlussphase. Am Ende hieß es aber keineswegs unverdient 3:2 für den FC Nordsjælland.

„Es ist schwer zu punkten, wenn wir so viele Gegentore zulassen. Wir machen es uns selbst schwer, aber wir arbeiten dran“, sagt Rasmus Vinderslev zum „Nordschleswiger“.

Zum einen lag es an der Qualität der Nordsjælland-Offensive, aber zum anderen auch an Sønderjyske-Fehlern. Ein Rückpass von Lukas Björklund von der Mittellinie war völlig unnötig und kostete den zweiten Gegentreffer.

Maxime Soulas machte es in der Schlussphase noch einmal spannend.

„Es ist schwer, superzufrieden zu sein, wenn man ohne Punkte dasteht, aber wir haben das Spiel am Leben gehalten und am Ende Druck gemacht. Das ist an und für sich positiv“, meint Rasmus Vinderslev nach dem Spiel auf dem Kunstrasen von Farum, wo nur die wenigsten Mannschaften punkten.

Das erste Tor fiel zugunsten der Gäste, doch der FC Nordsjælland machte innerhalb von vier Minuten aus einem 0:1-Rückstand eine 2:1-Führung und war danach die überlegene Mannschaft auf dem Platz.

Es hätte vielleicht anders ausgesehen, wenn Sønderjyske in der letzten halben Stunde in Überzahl gespielt hätte, doch der eingesprungene Karate-Kick von Caleb Yirenkyi mit dem Stollen in den Brustkorb von Sefer Emini war für Schiedsrichter Jonas Hansen nur gelbwürdig. Ein Platzverweis wäre angebrachter gewesen.

Levy Nene erzielte bei seinem Startelf-Debüt zwei Tore für den FC Nordsjælland.

„Wir sind mutig aufgetreten und haben das Spiel bis zum Ende offen gehalten, doch es war ganz okay, dass Nordsjælland gewonnen hat. Die hatten die meisten Chancen“, meint Trainer Thomas Nørgaard: „Wir müssen uns defensiv verbessern und die Fehler minimieren.“

Sønderjyske empfängt nach den zwei Niederlagen zum Jahresauftakt am kommenden Wochenende Silkeborg IF. Ob der Sønderjyske-Kapitän hier dabei sein kann, ist fraglich, nachdem er in der zweiten Halbzeit mit Schmerzen im Adduktorenbereich ausgewechselt werden musste.

„Es ist schwer zu sagen, wir ernst es ist. Ich habe etwas an der Leiste gespürt, und es wurde im Laufe der nächsten fünf bis zehn Minuten schlimmer. Da wollten wir kein Risiko eingehen. Wir werden sehen, wie es die nächsten Tage aussieht“, so Rasmus Vinderslev.

Ivan Djantou im Zweikampf mit dem ehemaligen Sønderjyske-Verteidiger Erik Marxen.

FC Nordsjælland - Sønderjyske (2:1) 3:2

0:1 Lirim Qamili (23.), 1:1 Mario Dorgeles (25.), 2:1 Levy Nene (27.), 3:1 Levy Nene (58.), 3:2 Maxime Soulas (84.)

FCN: Andreas Hansen – Peter Ankersen, Lucas Høgsberg, Erik Marxen (81.: Noah Markmann), Juho Lähteenmäki (81.: Markus Walker) – Mario Dorgeles (66.: Milan Iloski), Mark Brink, Caleb Marfo Yirenkyi – Benjamin Nygren, Levy Nene (66.: Zidan Sertdemir), Sinde Walle Ekeli (90.+4: Gustav Wikheim).

Sønderjyske: Marcus Søndergaard – Andreas Oggesen, Maxime Soulas, Matti Olsen, Ebube Duru (65.: Tobias Klysner) – Sefer Emini (77.: Mads Agger), Rasmus Vinderslev (65.: Mohamed Cherif), Lukas Björklund (65.: José Gallegos) – Lirim Qamili, Ivan Djantou (77.: Matthew Hoppe), Kristall Mani Ingason.

Gelbe Karten: Sinde Walle Ekeli, Caleb Marfo Yirenkyi – Ivan Djantou, Mohamed Cherif, Andreas Oggesen).

Schiedsrichter: Jonas Hansen. VAR-Schiedsrichter: Mikkel Redder.