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Sønderjyske hat zu spät in die Spur gefunden

Sønderjyske hat zu spät in die Spur gefunden

Sønderjyske hat zu spät in die Spur gefunden

Hadersleben/Haderslev
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Søren Andreasen erzielte mit einem artistischen Seitfallzieher das Tor des Jahres im Sydbank Park. Foto: Karin Riggelsen

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Die Sønderjyske-Fußballer sind die beste Mannschaft der Aufstiegsrunde gewesen, haben aber dennoch die angepeilte Superliga-Rückkehr verpasst. Die Hellblauen müssen einen neuen Anlauf machen. Das wird nicht einfach, aber es gibt auch Grund zum Optimismus. Ein Kommentar von Sportredakteur Jens Kragh Iversen.

Ein unterhaltsamer 3:2-Heimsieg gegen den FC Helsingør war für die Sønderjyske-Fußballer ein versöhnlicher Abschluss einer unterm Strich enttäuschenden Saison.

Der verpasste Aufstieg ist ein Fiasko. Da führt kein Weg dran vorbei.

Sønderjyske hat neben Vejle Boldklub das mit Abstand größte Budget der 1. Division. Die Voraussetzungen für einen sofortigen Wiederaufstieg waren vorhanden, die Pflicht wurde nicht getan.

Der Aufstieg ist in einem verkorksten Herbst in den Sand gesetzt worden, wo es Henrik Hansen trotzt eines guten Saisonstarts mit vier Siegen in Folge nicht gelang, das Potenzial der Mannschaft auszuschöpfen. Die mentalen Narben aus der Abstiegssaison kamen immer wieder zum Vorschein.

Der Trainer musste gehen, doch ihm alleine die Schuld zu geben, wäre falsch. Sportdirektor Esben Hansen hat keine Mannschaft zusammengestellt, die über die gesamte Saison gesehen superligareif ist. Echte Verstärkungen waren Mangelware.

Die Sønderjyske-Fußballer haben spät in die Spur gefunden. Die Handschrift von Thomas Nørgaard ist leicht zu erkennen, es läuft von den Ergebnissen her und auch in spielerischer Hinsicht in die richtige Richtung.

Die Hellblauen sind mit 21 Punkten die beste Mannschaft der Aufstiegsrunde gewesen, klar vor Vejle Boldklub (17) und Hvidovre (14). 

Es wurden im neuen Jahr nur zwei Spiele verloren, aber leider die falschen: zweimal gegen den späteren Aufsteiger aus Hvidovre.

In der Endabrechnung fehlten zwei Punkte zum Aufstieg. Sønderjyske wird einen neuen Anlauf nehmen müssen. Direktor und Miteigentümer Markus Kristoffer Hansen hat Klartext gesprochen: Sønderjyske muss 2024 zur Superliga gehören. Ohne Wenn und Aber.

Erfrischend und mutig mit einer klaren Ansage. Das wird aber nicht einfach. Mit AaB kommt ein Klub aus der Superliga, der mit neuen Eigentümern und viel Geld im Rücken in die 1. Division kommt und der klare Aufstiegsfavorit sein wird.

Es gibt aber wieder Grund zum Optimismus, dass der zweite Aufstiegsplatz an Sønderjyske gehen könnte. 

Mannschaft und Klub wirken nach einer turbulenten Zeit wieder gefestigter. Es wird wieder besseren und erfolgreicheren Fußball gespielt.

Die Frage wird sein, wie man den voraussichtlichen Abgang von Emil Frederiksen kompensieren kann. Der wichtigste Mann in der Offensive, der mit 16 Treffern der Torschützenkönig der 1. Division wurde, wird an allen Ecken und Enden fehlen.

Sønderjyske wird den Gürtel ein wenig enger schnallen müssen, aber nicht so eng, dass man keine Luft bekommt, wie es Sportdirektor Esben Hansen formuliert. 

Neue Spieler müssen in den Vordergrund treten. Wenn dies mehr tun, wie Søren Andreasen, der mit einem artistischen Seitfallzieher das Tor des Jahres erzielte, darf man getrost auf eine bessere Zukunft für Sønderjyske hoffen.

 

Sønderjyske - FC Helsingør (2:1) 3:2

0:1 Mikkel Knudsen (7.), 1:1 Luka Racic (9.), 2:1 Søren Andreasen (29.), 3:1 Emil Frederiksen (58.), 3:2 Alexander Lyng (73.)

Sønderjyske: Magnus Nissen – Rasmus Wikström (61.: Kristoffer Jørgensen), Luka Racic, Marc Dal Hende, Atli Barkarson – Rasmus Vinderslev (61.: Troels Kløve), Mads Albæk – Emil Frederiksen, Søren Andreasen, José Gallegos (73.: Marcus Kristensen) – Mikkel Hyllegaard (73.: Anders Bergholt).

Gelbe Karten: Marcus Kristensen – Daniel Norouzi.

Schiedsrichterin: Frida Mia Klarlund. Zuschauer: 3.212.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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