Eishockey

Top 4 rückt für SønderjyskE wieder in weite Ferne

Veröffentlicht Geändert
Valdemar Ahlberg brachte die SønderjyskE-Mannschaft in Führung, doch am Ende reichte es nicht für einen Punktgewinn.

Aus einer 2:0-Führung wurde in Aalborg eine 2:4-Niederlage für den dänischen Eishockeymeister, der zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 2:2 noch einen Punktgewinn vor Augen hatte.

Einen Heimvorteil wird es für die Eishockeyspieler von SønderjyskE im Playoff-Viertelfinale wohl kaum geben. Sechs Spiele vor Abschluss der regulären Saison ist der Rückstand auf die anvisierte Top 4 wieder auf acht Punkte angewachsen, nachdem der dänische Meister das Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten, Aalborg Pirates, mit 2:4 verlor.

„Es ist noch zu früh, die Top 4 abzuschreiben. Wir gehen jetzt in eine Woche, wo wir sechs Punkte holen wollen, und dann sehen wir, was in der Tabelle noch möglich ist. In spielerischer Hinsicht sehe ich eine SønderjyskE-Mannschaft, die immer stärker wird“, sagt SønderjyskE-Trainer Casper Stockfisch zum „Nordschleswiger“.

Spiel aus der Hand gegeben

Die Hellblauen spielen am Freitag in Frederikshavn und am Sonntag zu Hause gegen Rungsted. Danach stehen noch die Partien gegen Herlev (H), Esbjerg (A), Rødovre (A) und Odense (H) aus, bevor es in die Playoffs geht.

Nach dem 42. von 48 Spieltagen führt Herning (90 Punkte) die Tabelle vor Odense (73), Rungsted (71), Aalborg (68), Esbjerg (66), SønderjyskE (60), Frederikshavn (57), Herlev (53) und Rødovre (20) an.

Der Titelverteidiger hätte den Rückstand auf die Top 4 auf drei Punkte verkürzen können und schien auch auf dem besten Wege dorthin, doch nach einer 2:0-Führung im ersten Drittel gaben die Hellblauen das Spiel aus der Hand.

Momentum-Verlust nach Ausrutscher

Ein Ausrutscher von Verteidiger Oscar Schulze in der neutralen Zone führte zum Anschlusstreffer für die Gastgeber. Ein Tor aus dem Nichts, nachdem die Gäste bis dahin das Spiel im Griff hatten.

SønderjyskE gab das Momentum ab und geriet immer mehr unter Druck, konnte aber das 2:2 bis zwei Minuten vor Schluss halten. Aalborg traf doch noch zum 3:2 und legte das vierte Tor nach, als SønderjyskE alles auf eine Karte setzte und Torwart Mattias Pettersson vom Eis nahm.

„Das Gegentor zum 1:2 war verdammt unglücklich. Danach sind wir immer häufiger in unnötige Situationen geraten, haben jagen müssen und zu viele Zweikämpfe verloren. So auch beim entscheidenden Tor zum 3:2, als wir mehrere Zweikämpfe hintereinander verloren haben. Die Spieler haben aber gekämpft und knallhart gearbeitet, Torchancen hatten wir auch“, meint Casper Stockfisch.

Aalborg Pirates - SønderjyskE (1:2,1:0,2:0) 4:2

0:1 Valdemar Ahlberg (4:47/Ass.: David Madsen, Nikolaj Krag-Christensen), 0:2 William Pelletier (13:27/Ass.: Oskar Drugge, Jpseph Jonsson/5 gegen 4), 1:2 Darien Craighead (15:47), 2:2 Oliver Kijunen (36:14), 3:2 Sebastian Brinkman (57:51), 4:2 Darien Craighead (59:33).

Zeitstrafen: Aalborg 5x2 – SE 5x2 Minuten. Schiedsrichter: Rasmus Haarkær Ankersen/Vernon Hofferd. Zuschauende: 2.452.