Eishockey

SønderjyskE knackt Herning im sechsten Anlauf

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Der in Herning lebende US-Amerikaner Cameron Brown erzielte im Penaltyschießen den entscheidenden Treffer gegen die Mannschaft, für die er in der vergangenen Saison noch spielte.

Der amtierende dänische Eishockeymeister hat in den letzten zwei Minuten eine 4:2-Führung verschenkt, aber in Herning nach Penaltyschießen mit 5:4 gewonnen. Trainer Stockfisch ist nach einem starken Auftritt voller Stolz.

Niederlagen hat es in der laufenden Saison für Herning Blue Fox nicht viele gegeben, auch nicht gegen SønderjyskE.

Nach vier Liga-Siegen und einem höchst umstrittenen Erfolg im Pokal-Halbfinale hat sich der souveräne Tabellenführer zum ersten Mal in der laufenden Saison dem Titelverteidiger geschlagen geben müssen.

Zwei späte Gegentore

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE haben in Herning mit 5:4 nach Verlängerung gewonnen und zwei wichtige Punkte verbucht, dürfen sich aber ärgern, dass es nicht drei Punkte wurden.

Die Hellblauen führten bis zwei Minuten vor Schluss noch mit 4:2, doch Herning ersetzte den Torwart mit einem sechsten Feldspieler und wurde für das Risiko mit dem 4:4-Ausgleich belohnt.

SønderjyskE überstand in der Verlängerung eine Unterzahl-Situation und kam durch die Treffer von William Pelletier und Cameron Brown zum Sieg im Penaltyschießen.

Zwei verdiente Punkte

„Nach dem Sieg gegen Frederikshavn war ich froh, nach dem Sieg gegen Herning bin ich stolz. Stolz, wie wir als Team aufgetreten sind“, sagt SønderjyskE-Trainer Casper Stockfisch zum „Nordschleswiger“.

SønderjyskE war seiner Ansicht nach über 65 Minuten gesehen die bessere Mannschaft

„Selbstverständlich ärgern wir uns, dass es nicht drei Punkte wurden. Die zwei späten Gegentore waren schwer zu verdauen, aber wir sind zurückgekommen, haben in der Verlängerung eine Unterzahl-Situation überstanden und zwei verdiente Punkte mitgenommen“, meint Casper Stockfisch.

Der amtierende dänische Meister trat mit einem frischen 5:0-Erfolg im Gepäck selbstbewusst auf und ließ sich anfangs auch durch einen zweimaligen Rückstand nicht vom Kurs abbringen.

Neues System verinnerlicht

Mit einem ungewohnt gut aussehenden Powerplay wurden die beiden Rückstände wettgemacht, im zweiten Drittel wurde die optische Überlegenheit in eine 4:2-Führung verwandelt.

„Nach vier Spielen ist deutlich zu spüren, dass die Spieler nicht mehr so viel über das neue System nachdenken müssen, sondern es verinnerlicht haben“, so Stockfisch, der in Herning ohne Alexander Wiklund, William Boysen, Gabriel Desjardins und Jacob Schmidt-Svejstrup auskommen musste.

SønderjyskE und Herning treffen sich bereits am Dienstag in Woyens (Vojens) wieder.

Herning Blue Fox - SønderjyskE (2:2,0:2,2:0) 4:5 n.P.

1:0 Morten Poulsen (13:16/5 gegen 4), 1:1 Oskar Drugge (14:24/Ass.: Nikolaj Krag-Christensen, William Pelletier/5 gegen 4), 2:1 Magnus Carlsen (15:36), 2:2 David Madsen (19:34/Ass.: Nikolaj Krag-Christensen, Oskar Drugge/5 gegen 4), 2:3 Nikolaj Krag-Christensen (31:56/Ass.: David Madsen, Valdemar Ahlberg), 2:4 Cameron Brown (37:40/Ass.: William Pelletier, Joseph Jonsson), 3:4 Mathias Bau (57:59/5 gegen 4), 4:4 Morten Poulsen (58:43), 4:5 Cameron Brown (Penalty).

Zeitstrafen: Herning 4x2 – SE 4x2 Minuten. Schiedsrichter: Martin Theiltoft Christensen/Rasmus Haarkær Ankersen, Zuschauerinnen und Zuschauer: 2.461.