Eishockey

Casper Stockfisch will auf dem Eis eigene Ideen umsetzen

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Casper Stockfisch (Mitte) hat bei SønderjyskE die Verantwortung übernommen, voraussichtlich bis Saisonende.

Sein Vater war über viele Jahre als Sportchef eine prägende Figur bei SønderjyskE, jetzt will der 29-jährige Casper Stockfisch den dänischen Eishockeymeister wieder auf Kurs bringen. An seiner Seite steht sein ehemaliger U17-Trainer aus Schweden.

Eine taktisch veränderte, aber auch eine hungrigere und ehrgeizigere Mannschaft will Casper Stockfisch sehen, wenn er voraussichtlich bis zum Saisonende als verantwortlicher Trainer bei den Eishockeyspielern von SønderjyskE an der Bande steht.

Der 29-jährige Woyenser ist nach der Krankmeldung von Anders Førster eingesprungen, nachdem er seit Oktober 2023 Co-Trainer war.

„Es ist auf einer ärgerlichen Grundlage passiert, aber es ist klar, dass ich einige Justierungen vornehmen werde. Ich bin ein anderer Trainertyp und möchte meine eigenen Ideen auf dem Eis umsetzen“, sagt Casper Stockfisch zum „Nordschleswiger“.

Neuer Co-Trainer für Stockfisch kein Unbekannter

„Taktisch wird es Änderungen geben, aber in erster Linie ist mir der Ausdruck der Mannschaft wichtig. Hunger und Ehrgeiz möchte ich sehen. Wir müssen das jetzt gemeinsam rumreißen, und ich habe die vergangenen zwei Tage schon gute Trainingseinheiten voller Intensität gesehen“, so Stockfisch.

An seiner Seite wird der Schwede Erik Vikström stehen – für Stockfisch kein Unbekannter.

„Erik war mein U17-Trainer bei VIK, bevor ich nach Schweden ging. Wir haben über die Jahre den Kontakt gehalten und verstehen uns gut. Für mich und für den Klub war es wichtig, einen Mann mit Erfahrung zu holen“, sagt der 29-Jährige über den ehemaligen Jugendtrainer von Vojens IK (VIK).

In den Fußstapfen seines Vaters

Casper Stockfisch spielte von 2011 bis 2013 in der Jugend-Abteilung des schwedischen Traditionsklubs HV71 und kam nach seiner Rückkehr auf 26 Liga-Einsätze für SønderjyskE, bevor der ehemalige U20-Nationalstürmer 2015 nach sechs Gehirnerschütterungen seine Spielerkarriere beenden musste – im selben Jahr, in dem sein Vater, der langjährige SønderjyskE-Sportchef Søren Stockfisch, verstarb.

„Ich wollte schon immer Trainer werden und hatte auch fünf gute Jahre in der Jugendabteilung des VIK, aber im Moment habe ich keinen Fokus darauf, wie meine Zukunft aussieht. Ich bin einfach stolz, dass ich in diesem Klub an der Bande stehen darf, wo mein Vater über viele Jahre seinen Beitrag zu den Erfolgen geleistet hat“, so Casper Stockfisch.

Søren Stockfisch war Sportchef bei den ersten sechs der bisher sieben Meistertitel mit dem SønderjyskE-Logo auf der Brust (2006, 2009, 2010, 2013, 2014, 2015). Sein Sohn, der beim siebten Titelgewinn Co-Trainer war, will jetzt versuchen, die Hellblauen wieder auf Titelkurs zu bringen.