Asyl

Lindholm: Ein Viertel aller Inselgebäude ist abrissreif

dodo
Kopenhagen
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Foto: Jens Nørggard Larsen/Ritzau-Scanpix

Ein Bericht der Baubehörde zeigt, in wie schlechtem Zustand sich die Gebäude für das neue Asyl-Ausreisezentrum auf der Insel Lindholm befinden. Integrationsministerin Inger Støjberg sagt, dass sie nicht überrascht sei.

Die dänische Regierung plant ein Ausreisezentrum für ausgewiesene kriminelle Asylbewerber auf der Insel Lindholm. Ein neuer Bericht der Baubehörde zeigt nun, dass die Gebäude auf der Insel in einem deutlich schlechteren Zustand sind als bisher angenommen.

Demnach sind mindestens ein Viertel aller 47 Bauten so heruntergekommen, dass eine Renovierung nicht mehr möglich sei. Zudem gebe es auf dem Gelände, auf dem bisher noch das Veterinärinstitut der DTU (Danmarks Tekniske Universitet) untergebracht sei, mögliche Bodenverunreinigungen. Dies führe dazu, dass nur einige Bereiche der Insel genutzt werden könnten. Auch müssen einige Gebäude von Viren-Resten gesäubert werden, die nach der Auflösung der Labore auf der Insel zurückbleiben.

Ausländer- und Integrationsministerin Inger Støjberg (Venstre) zeigt sich nicht überrascht. „Ich habe gelesen, dass mit der Untersuchung eine große Überraschung auf mich zukommen könnte, doch das ist nicht der Fall”, so die Ministerin zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Auch, dass die Kosten über die veranschlagten 700 bis 800 Millionen Kronen hinaus steigen werden, wies sie zurück. „Wir müssen jetzt alle Dinge durchgehen, doch da ist bisher nichts, mit dem wir nicht gerechnet haben”, so Støjberg.

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