Minderheit

Freude über Rückkehr der Kulturministerin

Freude über Rückkehr der Kulturministerin

Freude über Rückkehr der Kulturministerin

hee/dodo/ritzau
Apenrade/Aabenraa
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Der BDN-Chef Hinrich Jürgensen freut sich, dass die Ministerin zurück ist. Foto: Tim Riediger, Flensborg Avis

Der BDN-Hauptvorsitzende Hinrich Jürgensen ist froh, dass mit Ministerin Joy Mogensen die Ansprechpartnerin der deutschen Minderheit wieder zurück im Amt ist.

Kopenhagen/Apenrade Joy Mogensen (Sozialdemokraten) kehrt nach Christiansborg zurück. Ab dem 1. Januar tritt sie wieder an die Spitze des Kultur- und Kirchenministeriums. Zuvor hatte sie pausiert, nachdem sie im Oktober eine Tochter zur Welt gebracht hatte, die bei der Geburt bereits tot war.

Viele Menschen hatten ihr ihr Mitgefühl übermittelt. Vor allem auch, nachdem sich herausstellte, dass sie lange Zeit nicht ihr Amt als Ministerin ausüben könne.

Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), Hinrich Jürgensen, freut sich über die Rückkehr der Kulturministerin, die auch für die Anliegen der deutschen Minderheit verantwortlich ist.

„Als sie nicht da war, hingen wir ein bisschen in der Luft, weil wir keinen richtigen Ansprechpartner hatten“, so Jürgensen. „Wir wussten nicht, ob ihr Stellvertreter Rasmus Prehn für uns zuständig ist oder Astrid Krag aus dem Kontaktausschuss“, fügt er hinzu.
Derzeit übernehmen ihre sozialdemokratischen Kollegen, Entwicklungsminister Rasmus Prehn und Verkehrsminister Benny Engelbrecht, ihre Aufgaben. Prehn fungiert als Kulturminister, während Engelbrecht das Kirchenministerium übergangsweise leitet.

Während ihrer Pause in der Regierungsarbeit hatte die frühere Bürgermeisterin der Kommune Roskilde, die in ihrem Heimatort sehr hohe Stimmenzahlen bei den örtlichen Wahlen bekommen hatte, in sozialen Medien Einblick in ihre Verfassung gegeben. „Bei der Beisetzung meiner Tochter sagte eine kluge Frau zu mir, dass Trauer nichts ist, was man vergessen oder auf das man sich vorbereiten kann. Sie wird immer da sein. Aber sie darf nicht das Leben bestimmen. Wenn die Trauer nicht mehr zu groß ist, komme ich an meinen Arbeitsplatz zurück“, schrieb Joy Mogensen Anfang November auf Facebook.

Fehlender Ansprechpartner

Während der Abwesenheit der zuständigen Ministerin hatte die Minderheit einige Anliegen, bei denen sie nicht wusste, an wen sie sich am besten wenden kann. „Dabei ging es zum Beispiel um den Zuschuss des Sozialdienstes oder um das Unterrichtsportal Grenzgenial“, berichtet Jürgensen.

Der Hauptvorsitzende erzählt, dass Rasmus Prehn in dieser Woche einen Brief an die Minderheit schickte, in dem er sich für die Umstände entschuldigte und sich kümmern werde. „Das muss er dann ja nicht mehr tun, wenn Joy Mogensen im Januar zurückkommt“, freut sich Jürgensen.

Bei ihrem Amtsantritt versprach die Kulturministerin, die deutsche Minderheit im Frühjahr 2020 zu besuchen. „Es wäre schön, wenn das klappt“, so der BDN-Vorsitzende.

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