Zwei-Prozent-Forderung

Dänischer Nato-Botschafter: Trump sollte nicht mit mehr Militärausgaben von uns rechnen

dodo
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Michael Zilmer-Johns Foto: Jens Nørgaard Larsen/Ritzau Scanpix

US-Präsident Donald Trump fordert von Dänemark und den anderen Nato-Staaten Militärausgaben in Höhe von zwei Prozent des Bruttonationalproduktes. Doch, dass dies so kommt, scheint unwahrscheinlich.

Die USA sollten nicht damit rechnen, dass Dänemark künftig mehr Geld fürs Militär ausgibt: So die Aussage von Dänemarks Nato-Botschafter, Michael Zilmer-Johns, in einem Interview mit der Internetzeitung Altinget.

Das Kernthema des von US-Präsident Donald Trump einberufenen und am Dienstag startenden Nato-Gipfels in Brüssel soll sein, dass die europäischen Staaten und Kanada künftig mindestens zwei Prozent ihre Bruttonationalproduktes für Militärausgaben nutzen sollen.

Vor dem Treffen hatte Trump eine Reihe von Regierungschefs persönlich angeschrieben, um der Forderung Nachdruck zu verleihen – unter anderem auch dem dänischen Staatsminister Lars Løkke Rasmussen (Venstre).

In dem Brief, lobte der US-Präsident den bisherigen dänischen Beitrag in der Nato, forderte aber trotzdem, dass das Königreich mehr Geld für sein Militär ausgeben solle.

Doch damit dürfe Trump nicht rechnen, meint Michael Zilmer-Johns.

Mehr lesen