Wölfe in Dänemark

Politische Mehrheit für eine Regulierung der Wolfsbestände

Politische Mehrheit für eine Regulierung der Wolfsbestände

Politische Mehrheit für eine Regulierung der Wolfsbestände

Holstebro
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Eine politische Mehrheit mächte nun den Wolfsbestand regulieren. Foto: Scanpix

Die dänische Regierung hat sich mit den Sozialdemokraten und der Dänischen Volkspartei auf das Regulieren der Wolfsbestände geeinigt – obwohl der Wolf in Dänemark unter Artenschutz steht.

Die dänische Regierung hat sich mit den Sozialdemokraten und der Dänischen Volkspartei auf das Regulieren der Wolfsbestände geeinigt – obwohl der Wolf in Dänemark unter Artenschutz steht.

Eine politische Mehrheit möchte in Dänemark die Wolfsbestände regulieren. Die Regierungsparteien Venstre, Konservative und Liberale Allianz haben sich mit den Sozialdemokraten und der Dänischen Volkspartei geeinigt. Das zeigt eine neu durchgeführte Umfrage des TV-Senders TV Midtvest, nachdem ein Wolfspaar nahe Holstebro acht Junge bekommen hat.

Die vielen Welpen haben die Debatte über das Regulieren der Wolfsbestände ins Rollen gebracht. Ein Schafszüchter möchte selber tätig werden, sollte sich ein Wolf seinen Schafen nähern und auch ein Jäger ist über die Sicherheit von Kindern besorgt – während andere die Debatte als überflüssig empfinden.

„Ich meine nicht, dass wir in Dänemark Platz für Wölfe haben. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie mit Menschen in Kontakt geraten. Ein Wolfspaar mit acht Jungen zeigt, dass das irgendwann in Zukunft zum Problem wird“, sagt die umweltpolitische Sprecherin der Dänischen Volkspartei, Pia Adelsten.

Diese Haltung wird nicht bei der Einheitsliste und den Alternativen geteilt. Sie wollen keine Wölfe regulieren. Die Alternativen freuen sich über eine „wildere“ Natur in Dänemark. „Die dänische Natur ist ein wenig langweilig. Durch mehr wilde Tiere könnte sie dynamischer und spannender werden“, so der umweltpolitische Sprecher der Alternativen, Christian Poll.

Laut Forschern gibt es momentan keinen Grund zur Beunruhigung. „Bisher ist am Verhalten nicht zu erkennen, dass Wölfe für Menschen gefährlich sind“, sagt Wolfsexperte und Forscher Peter Sunde vom Institut für Bioscience an der Universität in Aarhus.

Die kleine "Wolfsfamilie" in Westjütland. Foto: Scanpix
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