Abhör-Affäre

Frederiksen verurteilt Bespitzelung Verbündeter

Frederiksen verurteilt Bespitzelung Verbündeter

Frederiksen verurteilt Bespitzelung Verbündeter

wt/ritzau
Kopenhagen
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Mette Frederiksen bei der Abschlussdebatte im Folketing Foto: Emil Helms / Ritzau Scanpix

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Die Staatsministerin sieht keinen Bedarf, das Verhältnis zu Deutschland und Frankreich zu kitten.

Am Sonntag berichtete „DR“, dass der amerikanische Geheimdienst NSA dänische Datenleitungen benutzt hat, um Spitzenpolitiker in Dänemarks Nachbarländern auszuspähen.

Staatsministerin Mette Frederiksen (Soz.) meint jedoch nicht, dass dadurch das Verhältnis zu Ländern wie Deutschland und Frankreich gestört worden ist.

„Ich meine nicht, dass es eine korrekte Darstellung ist, dass es einen Bedarf gibt, das gute Verhältnis zu Frankreich oder Deutschland wiederherzustellen. Wir haben einen laufenden Dialog, und den haben wir auch auf der Ebene der Nachrichtendienste“, sagte sie bei einer improvisierten Pressekonferenz im Zusammenhang mit der Abschlussdebatte im Folketing.

Keine Äußerung zu Vorwürfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron hatten am Montag das Abhören naher Verbündeter als „inakzeptabel“ bezeichnet.

Frederiksen will sich nicht zu den konkreten Vorwürfen äußern.

„Die systematische Überwachung von Bündnispartnern darf nicht stattfinden“, sagte sie.

Fast wortgleich hatte sich am Montag Verteidigungsministerin Trine Bramsen (Soz.) geäußert.

Merkel hatte gesagt, sie sei durch die Stellungnahme „beruhigt“.

„Und insofern sehe ich eine gute Grundlage, neben der Aufklärung des Sachverhalts auch wirklich zu vertrauensvollen Beziehungen zu kommen“, meinte die Kanzlerin.

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