Kinderporno-Fälle

Umbrella-Fall: Opfer bekommen höhere Entschädigungen

Umbrella-Fall: Opfer bekommen höhere Entschädigungen

Umbrella-Fall: Opfer bekommen höhere Entschädigungen

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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Die Verurteilten im Umbrella-Fall müssen tiefer in die Tasche greifen. Foto: Mads Claus Rasmussen / Ritzau Scanpix

Das Landesgericht hat in 13 Fällen entschieden, dass das minderjährige Mädchen aus dem geteilten Kinderporno-Video von den Angeklagten in 13 „Probefällen“ eine Entschädigung in Höhe von 5.000 Kronen erhält.

Die Opfer des sogenannten Umbrella-Falls bekommen höhere Entschädigungen als bisher festgelegt. Das hat das Östliche Landesgericht am Dienstag entschieden.

In den Fällen geht es um ein 15-jähriges Mädchen und einen gleichaltrigen Jungen, von denen ein Sexvideo im Internet verbreitet wurde. Im Januar 2018 erhob die Polizei Strafanzeige gegen rund 1.000 Jugendliche, die das Video über ihre sozialen Netzwerke weiter gesendet hatten. Hunderte wurden seitdem wegen Verbreitung von Kinderpornografie verurteilt.

In 13 sogenannten Probefällen (prøvesager) hat das Östliche Landesgericht nun entschieden, dass das Mädchen aus dem Video 5.000 Kronen und der Junge 1.000 Kronen von den Angeklagten erhalten. Das ist mehr als das Stadtgericht in Lyngby zuvor festgesetzt hatte. Dessen Urteil lautete zuvor 2.500 Kronen für das Mädchen und 500 Kronen für den Jungen.

Eine Änderung des Urteils erfolgte laut Gericht aufgrund der Folgen für die Opfer: „Das Teilen des Videos im Internet hat nach den Informationen, die vorliegen, besonders schwere Schäden für das Mädchen und den Jungen als Folge gehabt. Ihr Leben ist – unabhängig von der verstrichenen Zeit – weiterhin erheblich davon beeinflusst“, so das Gericht in der Begründung.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Der Mensch – der schlechte Freund des Hundes“