Kommunalwahl 2021

Bitte weniger Stress, mehr Bürgernähe und Klimaschutz

Bitte weniger Stress, mehr Bürgernähe und Klimaschutz

Bitte weniger Stress, mehr Bürgernähe und Klimaschutz

Bülderup/Bylderup
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Versammlungsleiter Gwyn Nissen hatte verhältnismäßig leichtes Spiel bei der Wahlversammlung im „Slogs Herreds Hus" in Bülderup. Große Meinungsverschiedenheiten zu den erörterten Themen gab es nicht. Foto: Karin Riggelsen

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Wie kann und sollte man den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kommune Apenrade einen weniger hektischen Arbeitsalltag ermöglichen, und sollte man den Service nicht viel näher am Bürger leisten? Das waren Fragen an die Kandidaten bei der Wahlversammlung in Bülderup.

Überbelastung, Stress und dadurch Missstimmung auch dem Bürger gegenüber. Das Personal der Kommune ist immer größeren Arbeitsbelastungen ausgesetzt, was den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schadet und obendrein den Kontakt zu Bürgern negativ beeinflusst.

Die Bürgernähe ist in der heutigen Zeit auf dem Rückmarsch. Der Service von Angesicht zu Angesicht müsse mehr in den Vordergrund rücken. Das würde den Stress bei der kommunalen Belegschaft und bei Bürgern gleichermaßen verringern.

Lokalmatador Olaf Lagoni brachte diesen Aspekt Montagabend auf der Wahlversammlung im „Slogs Herreds Hus“ in Bülderup ins Spiel.

Politischer Gleichmarsch

Versammlungsleiter Gwyn Nissen bat Lagoni, seines Zeichens auch ehemaliger Stadtratspolitiker in der Kommune Tingleff (Tinglev) vor der Kommunalreform, die Ausführungen in eine Frage umzumünzen, damit die Kandidaten der verschiedenen Parteien dazu Stellung beziehen können.

Es funktionierte aber auch so. Die politischen Vertreter nahmen den Ball auf. Tenor war, dass in den verschiedenen kommunalen Bereichen noch mehr dafür getan werden muss, um den Mitarbeitern auf der einen und Bürgern auf der anderen Seite gute und zugleich effektive Bedingungen zu bieten.

Durch die Bank wurde es für wichtig erachtet, in dem einen und anderen kommunalen Bereich aufzustocken oder umzustrukturieren, um einen entsprechenden Service und zugleich einen weniger gestressten Arbeitsalltag für die Belegschaft garantieren zu können.

Für die Zuhörer taten sich hier keine großen Unterschiede auf, die für die Stimmabgabe am 16. November ausschlaggebend sein könnten.

Hilfestellung und Kontrolle

Unterschiedlicher Auffassung waren die Kandidaten lediglich, ob man den Bürgerhilfe-Posten (Borgervejleder) nicht um eine zusätzliche Berater- und Kontrollperson ergänzen sollte, um den Bürgern einerseits Hilfestellungen geben zu können und andererseits einen Blick auf Abläufe im kommunalen Apparat zu werfen.

Die Kandidaten hörten den Ausführungen der Kollegen und den Fragen aus der Versammlung genau zu. Foto: Karin Riggelsen

Zur Sprache kam auf der Versammlung unter anderem auch der Klima- und Umweltschutz in der Kommune. Hier war auch ein Gleichklang bei den Kandidaten zu vernehmen.

Kommune hat bald keine Kohle mehr

Erwin Andresen von der Schleswigschen Partei erwähnte sichtlich erfreut, dass am Apenrader Hafen, dessen Vorsitzender er als Stadtratsmitglied ist, in Kürze der letzte Rest Kohle abtransportiert ist, mit der das einstige Heizkraftwerk in Enstedt (Ensted) angetrieben wurde.

Der Abzug der Kohle symbolisiere die Bestrebung, den CO2-Ausstoß in der Kommune zum Schutze des Klimas zu verringern, unterstrich Andresen, der bei der Wahlversammlung Parteikollege Kurt Asmussen aus Pepersmark (Pebersmark), ebenfalls Spitzenkandidat, an seiner Seite hatte.

Weitere Wahlversammlungen in den ehemaligen Kommunen finden statt am 3. November in den Feldstedter Versammlungsräumen in der Østergade (Kommune Lundtoft), am 8. November im Krug in der Vestergade in Fröslee (Frøslev) in der ehemaligen Kommune Bau (Bov), am 9. November im Sporthallenkomplex in der Østergade 40 B in Rothenkrug (Rødekro) und zum Abschluss am 11. November im „Folkehjem“ in Apenrade (Aabenraa).

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