Umstrittene psychologische Tests bei Kindern grönländischer Herkunft werden gestoppt

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Wenn Kommunen beurteilen müssen, ob ein Kind am besten außerhalb des Elternhauses untergebracht werden sollte, greifen sie auf standardisierte psychologische Tests zurück. Die Ergebnisse können Teil der Gesamtbeurteilung sein. Es gab jedoch Zweifel, ob diese Tests die grönländische Kultur und Sprache ausreichend berücksichtigen. Daher haben sich die dänische Regierung und die grönländische Regierung Naalakkersuisut darauf geeinigt, in Fällen, in denen es um Kinder aus Familien mit grönländischem Hintergrund geht, bei der Beurteilung der elterlichen Kompetenz keine standardisierten psychologischen Tests mehr zu verwenden. Das geht aus entsprechenden Pressemitteilungen beider Regierungen hervor. „Ich freue mich sehr, dass die dänische Regierung mit Naalakkersuisut übereingekommen ist, einen tief empfundenen Wunsch von Naalakkersuisut und der grönländischen Bevölkerung zu erfüllen“, sagt Aqqaluaq B. Egede, Grönlands Minister für Kinder und Jugend. Künftig soll eine spezielle Einheit mit Fachwissen über die grönländische Sprache und Kultur die Kommunen bei künftigen Unterbringungsfällen unterstützen.