Beruf und Ausbildung

Dänische Metall-Auszubildende zum Mittagessen bei Flensburger Generalkonsulin

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Das offizielle Foto mit Generalkonsulin Annette Lind auf dem Sofa in der Mitte sitzend, flankiert von Simon Møller (l.) und Jimmi Elley Graversen (r.). Stehend dahinter (v. l.): Michael Boas Pedersen, Dansk Industri, Erling Jensen, Dansk Metal, und Pia Lauridsen, Industriens Uddannelser

Jimmi und Simon machen im Zuge ihrer Ausbildung zu Industrietechnikern derzeit ein Praktikum bei Krones in Flensburg. Das interessiert Annette Lind brennend. Schließlich hat sie sich die Förderung von grenzüberschreitender Berufsbildung auf die Fahne geschrieben.

Dänemarks neue Generalkonsulin in Flensburg, Annette Lind, hat großes Interesse an der grenzüberschreitenden Berufsbildung. Sie engagiert sich für eine Kooperationsvereinbarung zum deutsch-dänischen Lehrlingsaustausch. Sie lud deshalb am Donnerstag, 12. Dezember, zwei dänische Auszubildende, die derzeit ein Praktikum in Flensburg machen, zu einem Mittagstreffen ein. Mit von der Partie waren darüber hinaus Vertretende des dänischen Metallindustrie-Bildungsausschusses.

Die beiden dänischen Industrietechniker-Auszubildenden Jimmi Elley Graversen und Simon Møller, die derzeit bei der deutschen Firma Krones in Flensburg stationiert sind, erhielten für das Mittagessen bei der Generalkonsulin eine besondere Freistellung.

Das Treffen betonte, wie wichtig es ist, dass Auszubildende während ihrer Ausbildung die Chance bekommen, auch im Ausland praktische Erfahrungen zu sammeln.

Förderung des Austauschs zwischen Dänemark und Deutschland

Jimmi Elley Graversen (l.) und Simon Møller (r.) machen derzeit im Rahmen ihrer Ausbildung ein Praktikum bei Krones in Flensburg.

„Wir haben die Metall-Auszubildenden zu einem Mittagessen im Konsulat eingeladen, um ihre Eindrücke von ihrem Aufenthalt in Flensburg zu hören“, erklärte Generalkonsulin Annette Lind. „Zudem konzentrieren wir uns gemeinsam mit dem Metallindustrie-Bildungsausschuss darauf, neue Kooperationen zwischen Dänemark und Deutschland zu fördern, um den Austausch von Schülern und Auszubildenden in der Berufsbildung voranzutreiben.“

Eine bereichernde Erfahrung

Die beiden Auszubildenden, die normalerweise bei den dänischen Unternehmen Mekoprint in Nordjütland und Baettr in Mitteljütland lernen, hoffen, dass künftig mehr junge Menschen die Chance ergreifen, ins Ausland zu gehen.

„Es ist unglaublich bereichernd, und einige Kosten werden übernommen. Ich glaube, das könnte dazu beitragen, die Attraktivität der Berufsausbildung zu steigern. Es sollten viel mehr Auszubildende ins Ausland gehen, damit andere sehen, dass dies möglich ist“, sagt Simon Møller.

Auch Jimmi Elley Graversen lobt die Gastfreundschaft der deutschen Kolleginnen und Kollegen. „Es ist hervorragend. Wir wurden gut aufgenommen und konnten uns nützlich machen, auch, wenn wir die ganze Fabrik noch nicht kennen. Man muss sich keine Sorgen machen, ob man fachlich mithalten kann, denn die Aufgaben werden gut auf das eigene Niveau angepasst. Wir haben das Gefühl, in Dänemark eine sehr hohe fachliche Ausbildung zu erhalten.“

Internationale Perspektiven stärken Berufsausbildung

Jimmi Elley Graversen (in der Bildmitte mit schwarzem Cap) macht seine Ausbildung beim Unternehmen Baettr in Lem. Bei einem Schnuppertag im September stellte er interessierten jungen Menschen den Beruf des Industrietechnikers vor.

Neben den Auszubildenden waren auch Michael Boas Pedersen, Chefberater bei Dansk Industri (DI), und Erling Jensen, Fachsekretär von Dansk Metal, anwesend. Beide betonten die Bedeutung grenzüberschreitender Arbeitskräfteaustausche.

„Die Partner im Metallindustrie-Bildungsausschuss haben in den vergangenen Jahren hart daran gearbeitet, die Möglichkeit zu schaffen, mit einer Berufsausbildung ins Ausland zu gehen. Dies hat zu einer festen Zusammenarbeit mit der Firma Krones geführt, worüber wir uns sehr freuen“, erklärt Erling Jensen.

Michael Boas Pedersen fügt hinzu: „Es ist positiv, dass so viele Unternehmen dieses Projekt unterstützen und so zur Umsetzung der Vereinbarung beitragen, die der dänische Unterrichtsminister Anfang des Jahres in Berlin unterzeichnet hat. Das ist ein wichtiger Schritt, um die internationalen Möglichkeiten einer technischen Berufsausbildung sichtbar zu machen und das Image der Berufsausbildung zu stärken.“

Weitere Kooperationen in Planung

Am Mittagessen nahm auch Pia Lauridsen von „Industriens Uddannelser“ teil. Sie ist dort unter anderem für die internationale Zusammenarbeit zuständig. Sie hat die Kooperation mit dem Flensburger Unternehmen ins Leben gerufen. Bisher haben fünf dänische Auszubildende einen Aufenthalt bei Krones absolviert. Neue Kooperationen mit der Firma Flensburger Fahrzeugbau GmbH (FFG) in Flensburg und einem Unternehmen in Kiel sind ebenfalls in Planung.

Der grenzüberschreitende Lehrlingsaustausch liegt auch dem dänischen Unterrichtsminister Mattias Tesfaye (Soz.) am Herzen: