Stadtentwicklung

Überraschung: Neues Museum entsteht in Apenrader Glühlampenfabrik

Die Glühlampenfabrik ist mit einem Architektenpreis ausgezeichnet.

Bisher war der Plan, ein neues Museum am Hafen zu bauen. Der ist offensichtlich fallen gelassen worden, denn jetzt teilt die Kommune mit, dass ein bestehendes Gebäude genutzt werden soll. 

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Zusammenfassung

  • Apenrade richtet das neue Kunst- und Seefahrtsmuseum in der früheren Glühlampenfabrik an der Lavgade ein.
  • Dort sollen für rund 112 Millionen Kronen die Sammlung von Franciska Clausen und die maritime Geschichte der Stadt präsentiert werden.
  • Politik und Museumsverband sehen darin ein ressourcenschonendes Großprojekt mit überregionaler kultureller Bedeutung.

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Die Entscheidung ist gefallen: Das neue Museum in Apenrade wird kein Neubau am Straßenzug Kilen in Apenrade sein, sondern in der früheren Glühlampenfabrik an der Lavgade entstehen.

Vom Klassenzimmer zum Ausstellungsraum

Die Kommune Apenrade hat die frühere VUC-Schule „Glødelampen“ (VUC: voksen uddanelses center) gekauft. Wo einst in den 1950er-Jahren Glühlampen gefertigt wurden und später Unterricht stattfand, soll nun ein neues Kapitel beginnen: ein gemeinsames Kunst- und Seefahrtsmuseum unter einem Dach. Das gab die Kommune in einer Pressemitteilung bekannt.

Gemeinsam mit Museum Sønderjylland will die Kommune dort in den kommenden Jahren ein Haus entwickeln, das weit über die Region hinaus strahlen soll. Rund 112 Millionen Kronen sind für das Projekt veranschlagt.

Knapp 6.000 Quadratmeter stehen für das „Doppelmuseum“ zur Verfügung. Die Räume eignen sich laut Museum Sønderjylland gut für Ausstellungen.

Mehr Platz für Apenrader Künstlerin Franciska Clausen

Im Zentrum steht die Sammlung der Apenrader Künstlerin Franciska Clausen. Mehr als 2.500 Werke sollen künftig dauerhaft und in wechselnden Ausstellungen gezeigt werden. Zugleich erzählt das neue Museum die Geschichte der Seefahrt, die im 18. und 19. Jahrhundert von Apenrade aus in die Welt führte.

Bürgermeister Jan Riber Jakobsen spricht von einem „entscheidenden Schritt“. Mit der Clausen-Sammlung und der maritimen Geschichte entstehe ein Museum mit internationalem Anspruch. Der Ort dafür ist bewusst gewählt: zentral, gut erreichbar – und bereits vorhanden.

Nachhaltig gedacht

Denn anders als frühere Pläne setzt die Kommune nun nicht auf einen Neubau am Kilen, sondern auf ein bestehendes Gebäude. Für Jakobsen ist das mehr als eine pragmatische Lösung. Es sei auch ein Zeichen für einen neuen Umgang mit großen Projekten: vorhandene Räume nutzen, Ressourcen schonen, gleichzeitig neue Perspektiven eröffnen.

Mehr Kultur im Grenzland – und für den Tourismus

Auch beim Museumsverband stößt die Entscheidung auf Zustimmung. Die Vorstandsvorsitzende Mette Bock sieht in dem Vorhaben die Chance, Kunst und Seefahrt neu zusammenzudenken. „Das Vorhaben wird dem kulturellen Leben und der Identität des Grenzlandes zugutekommen und viele Menschen hierhin führen“, heißt es von Bock.

In den kommenden Monaten wollen Kommune und Museumsverband nun Gespräche mit möglichen Geldgebern führen. Erst dann wird sich zeigen, wie schnell aus der Vision ein konkreter Ort wird, an dem Geschichte, Kunst und Gegenwart aufeinandertreffen.