Umwelt

Typische Fehler bei der Abfallsortierung: Erweiterte Schilder sollen helfen

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Nicht immer gehören aussortierte Wertstoffe auf den Recyclinghöfen in die Container, in denen man sie vermuten würde (Archivfoto).

Zehn Sekunden mehr Zeit für die richtige Mülltrennung: Nicht immer sind die Regeln zur Mülltrennung nachvollziehbar. Auf den Reststoffhöfen in der Kommune Tondern sollen Verbraucherinnen und Verbraucher zukünftig davon abgehalten werden, ihre Wertstoffe in die falschen Container zu werfen.

Flechtmöbel gehören nicht in die Tonne für Plastikgartenmöbel. Klingt logisch, wenn sie nicht aus Plastik sind. Aber wohin dann mit dem alten Korbstuhl? Die Antwort lautet: in den Container für Metall. Jetzt hört die Logik – zumindest für Normalverbraucherinnen und -verbraucher – auf.

Es gibt weitere Beispiele, die den Reststoffhof (Genbrugsplads) zu einem Ort der Verwirrung machen. So gehören Abdeckplanen nicht in den Container „Weiches Plastik“, sondern in die Tonne für „Gepolsterte Möbel“. Dort gehören übrigens auch Laminatböden hinein und nicht in den Container „Holz für den Innenbereich“, wie manch ein Mülltrenn-Amateur vielleicht vermuten würde.

Was tun gegen die Verwirrung?

Bei solchen Regeln schlagen nicht nur Verbraucherinnen und Verbraucher die Hände über dem Kopf zusammen, sondern auch die betreibenden Unternehmen der Reststoffhöfe.

Das Versorgungsunternehmen Tønder Forsyning unternimmt jetzt etwas gegen typische Fehler, die ihre Kundinnen und Kunden bei der Abfallsortierung machen, seit diese landesweit vereinheitlicht wurde.

„Es gibt einige Fehlsortierungen, die für unsere Kunden einfach schwer zu durchschauen sind – und das kann man vielleicht auch nachvollziehen“, gesteht Betina Skjønnemand, Kommunikationschefin bei Tønder Forsyning, und nennt die oben angeführten Beispiele.

Es gibt auch bewusste Fehlsortierungen

Ganz so unschuldig kommen die Verbraucherinnen und Verbraucher jedoch nicht davon: „Es gibt auch eine andere Kategorie von Fehlsortierungen, bei denen wir vermuten, dass die Leute möglicherweise wissen, dass sie nicht ganz korrekt sortieren“, umschreibt Skjønnemand freundlich das mutmaßlich vorsätzliche Fehlverhalten der eher unengagierten Mülltrennerinnen und Mülltrenner.

„In der Tonne für Erde finden wir Plastikblumentöpfe – diese gehören eigentlich in Hartplastik“, sagt die Kommunikationschefin. Und zwischen den Getränkedosen finden die Mitarbeitenden der vier Reststoffhöfe in der Kommune Tondern oft Plastiktüten. „Diese gehören in die Tonne für weiches Plastik“, stellt Skjønnemand klar.

Neue Schilder mit Hinweisen

Konkrete Schilder sollen dabei helfen, dass Wertstoffe in den falschen Containern landen.

Es sei ohnehin notwendig gewesen, die Schilder an den Containern der Reststoffhöfe auszutauschen. Bei den neuen Schildern handelt es sich grundsätzlich erst einmal um Schilder, die landesweit einheitlich sind. Sie zeigen die Symbole, die die Verbrauchenden schon von ihren Müllbehältern zu Hause kennen. „Wir haben die Schilder erweitert, um den Kundinnen und Kunden Hinweise auf die Artikel zu geben, die typischerweise innerhalb einer Fraktion falsch sortiert werden“, teilt der Betriebsleiter der Recyclingzentren Tom Larsen in einer Pressemitteilung mit.

Auf den Recyclinghöfen in der Kommune Tondern hängen unter anderem diese erweiterten Schilder, die den Verbraucherinnen und Verbrauchern bei der Sortierung helfen sollen.

„Es lohnt sich, sich zehn Sekunden mehr Zeit zu nehmen, um die Schilder zu lesen“, erklärt Larsen.