Mensch und Umwelt

Pflanzaktionen: Hadersleben bekommt mehr Bäume

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Provas-Mitarbeitende sorgen mit Schülerinnen und Schülern der Bregnbjergskolen für mehr Grün in Hadersleben.

Nördlich und südlich der Haderslebener Förde werden im Rahmen zweier Projekte derzeit Bäume gepflanzt, und das hat verschiedene Gründe.

Die Kommune Hadersleben kann sich über botanischen Zuwachs freuen. Schülerinnen und Schüler pflanzten oder pflanzen gemeinsam mit Erwachsenen in zwei unabhängigen Aktionen Bäume und Sträucher. So soll ein Areal von rund 1.000 Quadratmetern Größe am Kløvervænget südlich der Haderslebener Förde aufgeforstet werden.

Wie der kommunale Dienstleister Provas mitteilt, dient die Baumpflanzaktion dem Schutz des Grundwassers an diesem Ort. Dort befindet sich eine Trinkwasserbohrung. Ziel von Provas ist nach eigener Aussage, diese Bohrungen besser zu schützen.

Eine Bedrohung dieser Bohrung gebe es derzeit nicht, so Louise Drachmann Lorenzen von Provas. Die Bepflanzung diene dazu, dass ein Düngen des Areals künftig verhindert werde, denn das Düngen könne ein Risiko sein. „Wir wollen auch die Anwohnenden mit der Pflanzaktion darauf aufmerksam machen, dass sie an einem besonderen Ort wohnen, an dem Trinkwasser gewonnen wird und daher Pflanzenschutzmitteln im Garten nicht mehr verwenden.“ Und Nachahmende, die Bäume pflanzen, soll das Projekt auch gern erzeugen.

In die Erde kommen einige Baum- und Straucharten: Pappeln, Eichen, Ulmen, Kiefer, Linden und Buchen werden genauso Wurzeln schlagen können wie Vogelkirsche, Weißdorn und Haselnuss und eine Menge anderer Pflanzen auch. Das Hauptgewicht liegt auf den mittelgroßen Gewächsen, wie etwa Haselnuss.

Ausschussvorsitzender: Inspiration für andere Wasserwerke

Wie Carsten Leth Schmidt, Schleswigsche Partei (SP), Vorsitzender des Ausschusses für Technik und Umwelt, erklärt, kann das Wurzelwerk der Bäume und Sträucher dabei helfen, umweltfremde Stoffe aus dem Grundwasser zu entfernen. Er sieht die Aktion positiv und hofft, dass sie anderen Wasserwerken als Inspiration dient.

Gewünschter Nebeneffekt: Die schnell wachsenden Pflanzen werden, so Provas, mehr Kohlendioxid binden als konventioneller Wald. Einen Schub für die Biodiversität erhofft sich der Dienstleister auch. Die lokale Bevölkerung soll auch etwas von der Sache haben: Angedacht ist ein Pfad zum Spaziergehen.

Unterstützt werden die Mitarbeitenden von Provas beim Baumpflanzen von Kindern aus der 3. Klasse der Bregnbjergskole.

Auf der Nordseite der Förde haben Kinder der 4. und 5. Klasse der Favrdal Fjelstrup Schule bereits geholfen, einen ehemaligen Acker zwischen Fårehave und Nederbyvænget zu begrünen. Insgesamt erstreckt sich das Areal über neun Hektar, zwei davon werden mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt, unter anderem mit Weißdorn und Obstbäumen. Steinhaufen und Totholz sollen der Artenvielfalt auf die Sprünge helfen. Für die Anwohnerinnen und Anwohner dort wird ein Wanderweg angelegt.