Küstenverunreinigung

Ölverschmutzung auf Röm: Einsatzkräfte planen die Säuberung

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Baden wurde den Strandgästen am Donnerstag wegen einer Ölverschmutzung untersagt (Archivfoto).

Eine 20 Kilometer lange Ölverschmutzung zwingt Behörden zum Handeln. Drohnen und Umweltexperten waren im Einsatz. Die Sperrung der Strände wird mindestens zwei Tage dauern. Die Beseitigung der kleinen Ölklumpen hat begonnen. Auch Sylt ist betroffen.

„Wir machen gegenwärtig einen Plan, wie wir die Ölverschmutzung am besten beseitigen können“, sagt Torben Godballe, Einsatzleiter von Brand og Redning Sønderjylland.

Am Donnerstag um 10.45 Uhr wurde die Verunreinigung entlang der Küste vom Lakolker Strand bis zur Südspitze gemeldet. Daher wurden der Lakolker Strand und der Süderstrand gesperrt und ein Badeverbot verhängt.

„Es befinden sich auf einer Strecke von 20 Kilometern kleine Perlen und Klumpen aus Öl, die sich mit Algen vermischt haben und an den Stränden angespült wurden“, erläutert der Einsatzleiter. An der Festlandküste sei keine Verunreinigung festgestellt worden. Zur Sichtung waren auch Drohnen im Einsatz.

Ein Schlachtplan wird erarbeitet

Die Marschroute für die Aufräumarbeiten wird in Zusammenarbeit mit der zuständigen Umweltwache, der Umweltbehörde und Vertretern der Kommune Tondern abgesteckt. Die Bereitschaftsbehörde hat eine mobile Kommandozentrale auf die Insel gebracht.

Die Quelle für die Verschmutzung ist unbekannt. „Ein Umwelt-Flugzeug aus Aalborg, das für die Erkundung über der Nordsee eingesetzt wird, ist unterwegs“, so Godballe kurz nach 16 Uhr. Vom Strand aus seien keine Ölreste zu erkennen.

Der Einsatzleiter erwartet, dass gegen 19 Uhr feststeht, wie das unerwünschte Material beseitigt werden soll.

Die Firma Entreprenør Frisesdahl von Vejen begann am Donnerstag mit der Reinigung der Strände. Die ganze Nacht waren die Traktoren im Einsatz.

So war es dann auch. Es wurde entschieden, noch am Abend mit der Säuberung der Strände zu beginnen. Die Arbeiten werden mindestens zwei Tage dauern. So lange bleibt auch das Badeverbot bestehen. Während der Aufräumarbeiten müssen sich Fahrzeuge von den Stränden fernhalten.

Auch Sylt betroffen

Ein Militärflieger aus Aalborg hatte das Küstengebiet und das Meer überflogen. Bei der Polizei waren Hinweise eingegangen, dass auch Ölverschmutzungen auf Mandø, Fanø, bei Ballum und bei der Schleuse in Hoyer (Højer) festgestellt worden waren. Laut einer Mitteilung der Polizei sei dies aber nicht der Fall. Im Meer wurden ebenfalls keine Ôlreste gefunden. Dafür soll auch Sylt (Sild) von der Verschmutzung betroffen sein, teilte die Polizei nach einer Kontaktaufnahme zu den deutschen Behörden mit.

Die Polizei, die die Ermittlungen aufgenommen hat, bittet die Öffentlichkeit, die Anordnungen zu befolgen. Sie fordert dazu auf, die nur 1 bis 2 Zentimeter großen Ölperlen nicht anzufassen. Falls es doch zum Hautkontakt kommen sollte, kann das Öl ohne Probleme abgewaschen werden, heißt es in einer Erklärung der Polizei.

Der Artikel wurde um 21.30 Uhr mit den vier letzten Absätzen aktualisiert.