Mensch & Natur

Nach dem Krokus kommt die Kuhschelle

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Die Wiesenkuhschelle im Abendlicht, im Hintergrund das Noor

Für einen besonderen, dunkelvioletten Akzent sorgt die Kuhschelle derzeit, die auf dem Schießplatz in Halk blüht. Ein echter Hingucker, wenn der Standort geöffnet ist.

Der Schießplatz in Halk, Halk Skydebane, unweit des Campingplatzes Brunbjerg, ist ein beliebter Ort für Touristinnen und Touristen, Jogger, Angler und Menschen, die einfach ein wenig spazieren gehen möchten – wenn die Streitkräfte nicht gerade das Gelände nutzen.

Den Naturfreundinnen und -freunden bietet sich derzeit ein schmuckes Bild. Auf der extensiv genutzten Weide hinter der Steilküste südwestlich des Campingplatzes am Rande des Noors gedeiht derzeit die Kuhschelle und sorgt für kräftige dunkelviolette Farbtupfer.

Gegen den kalten Wind, der im Frühjahr von der Ostsee weht, schützt sich die Pflanze mit feinen Härchen, einem gedrungenen Wuchs und kräftigen Stielen, die die Blüte ein wenig „oversized“ erscheinen lassen. Sei es drum. Mehr Blüte fürs Auge.

Im kräftigen Violett hebt sich die Blüte vom grünen Grasteppich ab.

Die Grundstücks- und Immobilienbehörde des Militärs schreibt in ihrem Naturplan 2017 bis 2031 für das Schießgebiet, dass dieses trotz seiner eher bescheidenen Größe von großem ökologischen Wert sei und lässt auch die Wiesenkuhschelle (nikkende kobjælde) nicht unerwähnt, die laut Bericht zu Tausenden dort vorkommt.

Sie mag sandige, trockene, nährstoffarme Böden, und Sand gibt es dort reichlich. Da nicht jeder Tag Kuhschellentag sein kann, weil das Militär übt, sollten Naturfreunde auf die Homepage der Streitkräfte gehen. Vor Ort zeigen ein roter Ball und ein Lichtsignal an, dass Waffen genutzt werden.