Wetter

Dezember in Hadersleben – als ein guter Freund am Himmel fehlte

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Blauer Himmel mit Sonne – das gab es im Dezember in Hadersleben kaum zu sehen, einen wolkenfreien Tag gar nicht (Archivfoto).

Kurt Koch aus Hadersleben beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Wetter. Er hat in seine Aufzeichnungen geschaut und vergleicht den vergangenen Dezember mit den Jahren zuvor. Ein in Jahrtausenden angebeteter Himmelskörper machte sich rar.

Hobbymeteorologe Kurt Koch zeichnet seit Jahrzehnten das Wetter in Hadersleben auf. Er blickt nun nicht nur auf den vergangenen Dezember zurück, sondern auf das gesamte Jahr 2024. Es hatte einiges zu bieten.

Immerhin bei 5,2 Grad lag im Dezember die Durchschnittstemperatur nach den Berechnungen von Kurt Koch – deutlich mehr als die „normale“ Durchschnittstemperatur von 2,5 Grad, die sich aus den langjährigen Monatsmitteln ergibt. Er registrierte den wärmsten Dezembertag am 18. Dezember, da waren es 11 Grad. Die niedrigste Temperatur maß Koch am 24. Dezember, mit minus 1 Grad.

So fiel der Niederschlag, der auf Hadersleben niederging, auch nur in Form von Regen herunter. Schnee gab es keinen. Was die Menge angeht, so liegt diese mit 86 Millimetern pro Quadratmeter dem Hobbymeteorologen nach leicht unter dem Durchschnitt von 96 Millimetern pro Quadratmeter.

Kurt Koch erfasst seit vielen Jahrzehnten die Wetterdaten für das Stadtgebiet von Hadersleben.

Sonne macht sich rar

Der etwas geringere Niederschlag resultierte allerdings nicht in mehr Sonnenschein. Ganz im Gegenteil. Mit nur 19 Stunden – statt der durchschnittlichen 59 Stunden – machte sich der leuchtende Himmelskörper namens Sonne äußerst rar am Firmament – und es war kein einziger wolkenfreier Tag dabei. So ist es nicht verwunderlich, dass Kurt Koch beim Vergleich herausgefunden hat, dass der vergangene Dezember der sonnenärmste Dezember in seinen Aufzeichnungen ist.

Das ganze Jahr 2024 war wärmer als normal. Der langjährige Durchschnitt liegt laut Kurt Koch bei 9,6 Grad, gemessen hat er 10,6 Grad. Und es war auch nasser als gewöhnlich. Im Mittel fallen 1.003 Millimeter pro Quadratmeter, Kurt Koch hat insgesamt 1.198 Millimeter pro Quadratmeter gemessen.

Auch die Sonne schien etwas weniger. Kurt Koch addiert 1.633 Sonnenstunden zusammen, der Durchschnitt liegt bei 1.813.

So berechnet Kurt Koch das Wetter in Hadersleben

Kurt Koch ist ein Hobby-Meteorologe aus Hadersleben, der seit 1969 das Wetter in der Domstadt misst. Im Unterschied zum dänischen Wetterdienst DMI, der die Durchschnittswerte auf der Grundlage von 30 Jahren errechnet, hat Kurt Koch in seinem ersten Messzeitraum die Daten für die Periode von 1969 bis 1999 erhoben und somit das DMI-Prinzip befolgt. Seine jüngsten Wetterstatistiken beziehen sich hingegen auf den Zeitraum von 1990 bis 2024 und basieren auf den daraus errechneten Durchschnittswerten.